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		<title>Kampf-Grundlagen für Fantasyromane</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2020 09:13:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dornenritter]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Blogartikel-Reihe entstand in Zusammenarbeit mit Matthias »Howauchever« (so zu finden in den Social Media), der seit vielen Jahren Schwertkampf bei Larp-Turnieren betreibt und außerdem in seiner Freizeit unserer Rollenspielgruppe als respektabler und auf Krawall gebürsteter Zwergenkleriker zur Seite steht. 😉 Mein persönliches Wissen über Kämpfe beschränkt sich dagegen vor allem auf das Spielen von [&#8230;]]]></description>
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<p><em>Diese Blogartikel-Reihe entstand in Zusammenarbeit mit Matthias »Howauchever« (so zu finden in den Social Media), der seit vielen Jahren Schwertkampf bei Larp-Turnieren betreibt und außerdem in seiner Freizeit unserer Rollenspielgruppe als respektabler und auf Krawall gebürsteter Zwergenkleriker zur Seite steht. 😉 Mein persönliches Wissen über Kämpfe beschränkt sich dagegen vor allem auf das Spielen von Dark Souls u. ä., was mich aber trotzdem nicht davon abhält, Fantasyromane über Ritter zu schreiben. Um den größten Murks zu vermeiden, habe ich Matthias gebeten, mir ein paar Basics des europäisch-mittelalterlichen Kampfes zu erklären, wozu er freundlicherweise bereit war. Hier teile ich seine Informationen mit euch (ok, ein wenig Recherche meinerseits ist auch dabei). Ich hoffe, es hilft euch bei euren eigenen Geschichten weiter.<br>Vielen Dank, Matthias!</em></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum du kämpfst, zeigt, wer du bist</h2>



<p>Der japanische Schwertkämpfer Miyamoto Musashi zog Ende des 16. Jahrhunderts in seiner Heimat umher, kämpfte in mehreren Kriegen, forderte zahlreiche Gegner zum Duell und tötete sie. Warum tat er das? Zwangen ihn seine Ehre und gesellschaftliche Verpflichtungen? Hatte er Spaß am Kämpfen und Töten? Wollte er sich beweisen? Offenbar war er ein Mann mit vielen Talenten und hätte theoretisch auch einen anderen Lebensweg einschlagen können. Was sagt das über ihn aus? Wie würdest du ihm begegnen – mit Respekt, mit Misstrauen, mit Entsetzen?<br>Musashis Leben ist längst eine Legende, die Wahrheit über ihn kennen wir nicht. Als Autor*innen haben wir aber alle Möglichkeiten, eine eigene Wahrheit über unsere Figuren zu erschaffen. Bevor gekämpft wird, stellt sich die Frage: Wie ist die Figur in diese Situation hineingeraten? Hat sie sich selbst für diesen Weg entschieden, oder zwingen sie äußere Umstände? Ist sie zufrieden mit der Situation, oder hadert sie damit, jemandem im Gefecht auf Leben und Tod gegenüber zu stehen? Diese Fragen sind wichtig. Sie bestimmen, wie die Figur beim Lesen wahrgenommen wird. Eine Figur, die aus nachvollziehbaren (nicht unbedingt »guten«) Gründen zur Waffe greift, wird eher Sympathien wecken als eine, die einfach nur Spaß am Kampf hat. Hier besteht die Chance für differenzierte oder einfache Charakterisierungen, für Zuneigung oder Abscheu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer gewinnen will, will überleben</h2>



<p>Hat der Kampf erst einmal angefangen, wird wahrscheinlich nur ein*e Gegner*in überleben. Das heißt: Beide werden alles geben, damit sie es sind. Sie werden all ihr Können und ihre Erfahrung einsetzen, die Stärke ihrer Waffen, die Besonderheiten der Umgebung. Letzten Endes gibt es keinen »ehrenhaften Kampf«, genau so, wie es keine »schmutzigen Tricks« gibt. Alles zielt darauf, den*die Gegner*in im wahrsten Sinn des Worts außer Gefecht zu setzen, gleichgültig wie. Dazu dient die Ausbildung, dazu sind die Waffen geschmiedet. Eine solche Situation lässt sich nur noch mit größer Mühe friedlich oder schön auflösen (oder wie Matthias es ausdrückt »Nett kann man sein, wenn man wieder zu Hause ist«). Wenn wir als Autor*innen die Rollen von Gut und Böse festlegen wollen, sollten wir es daher vor dem Kampf tun. Von ganz allein wird dann alles, was die Figuren während des Kampfes tun, wie ein schurkischer Zug oder ein tollkühnes Manöver wirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reale Gegner haben keine Hitpoints</h2>



<p>Wir kennen es aus Computerspielen: Nachdem wir mindestens zweihundert Mal auf das Monster eingeschlagen haben, sinkt seine Hitpoint-Leiste allmählich in Richtung Null. Ganz anders bei realen Kämpfen: Hier reicht ein Treffer gewöhnlich aus, um zu siegen. Ein einziger Schwerthieb, der die Rüstung durchdringt, schlägt tiefe Wunden oder, die noch unangenehmere Variante, trennt Gliedmaßen ab. Wer so schwer verletzt oder verstümmelt wurde, hat keine Chance mehr. Das Problem besteht darin, diesen entscheidenden Treffer als erste*r zu landen. Wenn es für beide schlecht läuft, können sie sich auch zeitgleich gegenseitig erledigen.<br>Daher enden die meisten Zweikämpfe sehr schnell. Schon die ersten Sekunden können entscheidend sein. Falls es doch länger dauert: Nach maximal fünf Minuten ist endgültig Schluss. Länger kann ein so aufreibender körperlicher Einsatz nicht durchgehalten werden. Diese Zeit dürfte den Kämpfenden aber auch wie eine halbe Ewigkeit vorkommen. (Na, wer hat schon mal zwanzig Minuten und länger gegen einen Bossgegner beim Gaming gekämpft? Hand hoch!)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Training macht den Unterschied</h2>



<p>Wer wie ich gern japanische Animes schaut, lernt dort immer wieder, wie bedeutend viel regelmäßiges Training ist, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. In europäischen Settings, Fantasy oder nicht, spielt dieser Aspekt oft keine so große Rolle. Sollte er aber! Wenn ich als Autorin meine Ritterin zum ersten Mal in den Kampf schicke, hat sie mindestens sechs Jahre tägliches Training hinter sich. (Selbst »Hobby«-Kämpfer wie Matthias üben jeden Tag mindestens 15 Minuten). Besonders wichtig sind dabei die Grundschläge (Angriffe auf verschiedene Körperstellen), die der Ritterin in Fleisch und Blut übergehen müssen. Wenn sie sich einem Gegner gegenüber sieht, darf sie nicht erst überlegen, wo sie angreifen will und was sie dafür tun muss. Sobald es eine Blöße gibt, muss sie die Gelegenheit sofort nutzen können.<br>Zudem hilfreich zu wissen: Auch wenn meine Ritterin eine Plattenrüstung trägt, wird sie dadurch in ihrer Gewandtheit kaum eingeschränkt, weil sie durch das lange Training an das Gewicht der Rüstung gewöhnt ist. Durch ihre Ausbildung ist sie im Kampf sehr flexibel und kann sich einer neuen Situation rasch anpassen. Sie beherrscht unterschiedliche Arten von Waffen und kann in jeder Hand eine Waffe führen. Das ist wichtig, falls sie ihre bevorzugte Hand nicht mehr benutzen kann. Alternativ kann sie zwischen dem Kampf mit zwei Waffen und dem mit einer Waffe und dem Schild wechseln. Außerdem ist sie im unbewaffneten Kampf ausgebildet und beherrscht das Boxen und Ringen. Leg dich besser nicht mit ihr in einer Kneipenschlägerei an!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein erstes Fazit</h2>



<p>Was ich daraus als Autorin für mich mitgenommen habe:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Ich überlege mir gut, warum und wie meine Figuren in Kämpfe hineingeraten. Das ist wichtig für ihre Charakterisierung. Ihr Hintergrund spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle.</li><li>Jemanden durch »fiese Tricks« im Kampf als negative Figur charakterisieren zu wollen, ist dagegen nicht sinnvoll, da Kämpfen grundsätzlich »fies« ist.</li><li>Man muss eine*n Gegner*in nicht mehrfach treffen, um ihn zu besiegen (riesige Monster vielleicht ausgenommen). 😉</li><li>Der bisherige Alltag meiner Figuren bestand vermutlich zum großen Teil aus Training.</li><li>Sie sind durch ihr Training schneller und flexibler, als ich bisher angenommen hatte. Den Kampf mit zwei Waffen zu beherrschen, ist nichts Besonderes und kennzeichnet keine übermäßig coole Figur. 😉</li></ul>



<p>Das erst einmal zu den Grundlagen der Grundlagen. Beim nächsten Mal geht es weiter mit etwas genaueren Beschreibungen von Kampftaktiken und dem Kampf mit unterschiedlichen Arten von Waffen.<br>Wusstet ihr all das schon oder ist etwas davon neu für euch? Hilft es euch weiter? Ich freue mich über eure Rückmeldungen!</p>



<p>Eure Kaja</p>



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		<title>Schreibrückblick Mai 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2020 08:02:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dunkle Ritter]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelritter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
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					<description><![CDATA[Mai 2020: alles andere als normal, obwohl das Unnormale allmählich schon zur neuen Normalität wird. Homeoffice lässt verblüffend wenig Zeit zum Schreiben. Wie geht es euch damit? Heute will ich jedenfalls einen Schreibrückblick auf den vergangenen Monat wagen. Ich möchte meinen Schreibprozess mit anderen Autor*innen da draußen und solchen, die es werden möchten, da draußen [&#8230;]]]></description>
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<p>Mai 2020: alles andere als normal, obwohl das Unnormale allmählich schon zur neuen Normalität wird. Homeoffice lässt verblüffend wenig Zeit zum Schreiben. Wie geht es euch damit? Heute will ich jedenfalls einen Schreibrückblick auf den vergangenen Monat wagen. Ich möchte meinen Schreibprozess mit anderen Autor*innen da draußen und solchen, die es werden möchten, da draußen teilen. Ziel ist, euch zu zeigen, dass ihr nicht die einzigen seid, die kämpfen – mit der aktuellen Situation, aber auch mit dem Schreiben selbst. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein aktuelles Projekt: Nebelritter</h2>



<p>Meinen ersten Dunkle-Ritter-Roman, &#8222;Ritter und Henker&#8220;, habe ich im Oktober 2019 abgeschlossen. Sein Nachfolger im Geiste war auch mein NaNo-Projekt 2019: Nebelritter. An diesem Projekt arbeite ich noch immer. Und es ist nicht leicht! Zum Inhalt:</p>



<p class="has-small-font-size"><em>Betritt niemals den Nebel allein! </em>Diese Regel lernen die Ritter der Heiligen Stadt als erste. Denn im Nebel außerhalb der Mauern, wohin die schützende Macht der Kirche nicht reicht, leben grauenvolle, unnatürliche Bestien, die nur in der Gruppe bezwungen werden können. <br>Zwei verschlägt es dennoch allein in den Nebel, den verschlossenen Tibault, der der ein düsteres Geheimnis verbirgt, und den quirligen Lucien, der seinen vermissten Freund und Waffenbruder sucht. Sie müssen zusammenhalten, um dem Nebel wieder zu entkommen. Aber können sie einander tatsächlich vertrauen? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Verknüpfen der Plotfäden</h2>



<p>Schon die ganzen letzten Monate schreibe ich an den &#8222;Nebelrittern&#8220;. Was von Januar bis April Sache war, bleibt bei diesem Beitrag außen vor. Im Mai bin ich mittlerweile am Ende von Akt drei von fünfen angekommen.  Lucien und Tibault befinden sich in einer verwunschenen Stadt, schlagen sich mit zwei &#8222;Bossgegnern&#8220; herum, und nun ist es Zeit für sie, diese Stadt wieder zu verlassen. Das bedeutete vor allem: Ich musste die vielen losen Plotfäden, die von Akt 2 noch herumflatterten, verweben und zu einem sinnvollen Abschluss bringen. Und, ich sag&#8217;s euch, jeder einzelne Plotfaden hat mir Kopfzerbrechen bereitet – magische Glocken, eine belebte Statue, Seelen-Manipulation, ein böser Kleriker, aber auch: Was ist mit der Fiedel, auf der Lucien gespielt hat, und dem Tanzlied, das er gesungen hat? Alles, was von Bedeutung war, muss wieder aufgegriffen werden – oder gestrichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Liebesszene unter Vorbehalt</h2>



<p>Nach den Kämpfen hatten sich meine Figuren eine Auszeit verdient, fand ich, und zwar in Form einer Liebesszene. Nur: gar nicht so einfach, wenn man so grob mit seinen Figuren umgeht wie ich. Außerdem erzählt diese Geschichte von einer schwierigen Liebe. &#8222;Krüppelseele&#8220; Tibault ist kaum in der Lage, seine eigenen Gefühle zu verstehen, geschweige denn, sie irgendwie in Handlung umzusetzen. Zum Glück hat er Lucien, der aber wiederum hat ein paar gebrochene Rippen. Liebesszenen zu schreiben, finde ich generell schwierig – und daher besonders reizvoll. Ich schreibe häufig von Hand vor, muss viele Formulierungen durchprobieren, um nicht abgedroschen zu schreiben. Zuletzt streiche ich dann doch oft das Meiste wieder. Und was von dieser Liebesszene übrig bleibt, wird die Zukunft zeigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Plotloch in den Juni</h2>



<p>Was mich im Juni erwartet, ist fast noch abenteuerlicher. Zwar weiß ich, was als Nächstes passieren wird – leider nicht genau, wie. Das ist ein Problem, das mich beim Schreiben oft verfolgt. Die Lösung heißt meistens: dranbleiben, dann zeigt sich irgendwann schon, wie sich die Handlung entwickelt. Und falls es nicht auf Anhieb gut klappt, wozu gibt es die Überarbeitung? Früher habe ich übrigens überhaupt nicht chronologisch geschrieben. Daher gab es auch keine Plotlöcher oder -Probleme. Damals habe ich einfach nur die Teile der Geschichte geschrieben, die mir einfielen, und die anderen weggelassen, bis sie mir einfielen. Auch dabei kam letzten Endes meistens etwas Sinnvolles heraus. Also werde ich nicht davor zurückschrecken, diese alte Technik wieder anzuwenden, wenn es nötig wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Absatz, auf den ich stolz bin, und warum</h2>



<p>Wie gesagt, mit Liebesszenen tue ich mich schwer. Ich finde es nicht leicht, die Balance zwischen einer Spur Romantik und Kitsch zu halten – und ich <em>hasse</em> Kitsch. In keiner Geschichte hat er etwas verloren, aber erst recht nicht in meinen ansonsten ziemlich düsteren Romanen! Mit diesem Absatz bin ich zufrieden, weil ich die Figuren endlich nach harten Kämpfen einander näher gebracht habe und mir die Formulierung sogar für meinen schwierigen Charakter Tibault passend zu sein scheint. 🙂</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>»Ich sollte längst wahnsinnig oder tot sein. Aber du warst da, und ich bin’s nicht.« Tibault kroch zu Lucien aufs Bett, zog die Beine an und lehnte für einen Moment den Kopf gegen seine Schulter. Noch immer jagte es ihm Angst ein, einer anderen Seele so nahe zu sein. Was, wenn ihn wieder diese Gier überkam? Lucien legte den Arm um ihn und zog ihn an sich. Er roch nach Blut und Schnee, aber sein Körper war tröstlich warm. Tibault schloss die Augen, spürte die Wärme, spürte sein Herz klopfen.<br>Luciens Hand zerzauste sein Haar und strich sacht seinen Hals hinab. Die Finger folgten den Narben, die die Peitsche hinterlassen hatte. Dann hielt er inne.<br>»Alles in Ordnung? Du zitterst.«</p><cite>~ Nebelritter</cite></blockquote>



<p>Wie war euer Schreibmonat Mai? </p>



<p>Ich wünsche euch einen sonnigen Juni! Lasst uns gemeinsam durchhalten.</p>



<p>Eure Kaja</p>



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		<title>2019: Im Zeichen des Henkers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 05:29:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Dornenritter]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Ritter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
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		<category><![CDATA[Schreib]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Büchermenschen, zum Jahresabschluss wünsche ich euch erholsame freie Tage und ein gemütliches Hinübergleiten ins nächste Jahr! Zeit für einen kleinen Rückblick auf meine diesjährige Schreiberei. 2019 war für mich vor allem das Jahr der Überarbeitung und hat mich eines gelehrt: Sogar der vermurksteste Roman kann gerettet werden, wenn man sich dahinterklemmt. Und das Ergebnis [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe Büchermenschen, </p>



<p>zum Jahresabschluss wünsche ich euch erholsame freie Tage und ein gemütliches Hinübergleiten ins nächste Jahr!<br> Zeit für einen kleinen Rückblick auf meine diesjährige Schreiberei.</p>



<p>2019 war für mich vor allem das Jahr der Überarbeitung und hat mich eines gelehrt: Sogar der vermurksteste Roman kann gerettet werden, wenn man sich dahinterklemmt. Und das Ergebnis kann sich richtig lohnen!</p>



<p>Mit der ersten Fassung von „Ritter und Henker“ war ich schon Ende April fertig. Ich liebte sie, vor allem meine Hauptfiguren Steyn und Gavin, nur leider stellte sich rasch heraus: So nicht. Die Motivation von Gavin ergab bei genauerem Hinsehen keinen Sinn, und dadurch funktionierte die gesamte Handlung nicht mehr. Ich war ziemlich erstaunt (bzw. erschrocken), dass mir mit meiner jahrelangen Schreiberfahrung ein solcher Fehler unbemerkt unterlaufen war. Aber es half nichts, ich musste mich entscheiden, ob ich den Roman hinschmeißen oder vollständig auseinanderpflücken und aufwändig überarbeiten wollte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>»Ich weiß nicht, wer Ihr seid, Gavin«, sagte Steyn. »Ich weiß nur, dass Ihr mir – dass Ihr allen die Wahrheit vorenthaltet.«</p><cite><em>Ritter und Henker</em></cite></blockquote>



<p>Ich entschied mich fürs Überarbeiten, und das war die richtige Wahl. Auch wenn die Überarbeitung sehr kompliziert und aufreibend war (ich nannte sie auch etwas selbstironisch „OP am offenen Herzen“) und ich nie genau wusste, ob mein neues Konzept letzten Endes funktionieren würde, hatte ich doch am Ende ein Manuskript, auf das ich richtig stolz war. „Ritter und Henker“ ist für mich eine der besten Geschichten geworden, die ich jemals geschrieben habe.</p>



<p>Geholfen hat mir dabei mein Autor* innen-Bekannten- und Freund<em>es</em>kreis und meine Betaleser* innen. Sie haben wie ich an diese Geschichte geglaubt, und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Mein Wunsch wäre daher, „Ritter und Henker“ zu veröffentlichen und diese Geschichte noch weiter zu teilen. Denn ich habe die Hoffnung, dass sie auch anderen Freude bereiten und ihr Herz berühren könnte, so wie bei mir.</p>



<p>Momentan träume ich davon, eine „Dunkle-Ritter-Trilogie“ zu schreiben: düstere Helden, tragische Schicksale, verwunschene Reiche, ein wenig Liebe und manchmal, , ein Funken Hoffnung und Humor. Mit dem nächsten Teil dieser Reihe habe ich im NaNoWriMo angefangen, der Arbeitstitel lautet „Nebelritter“. Wieder geht’s um ein verwunschenes Königreich und zwei Ritter, die sich einer Bedrohung stellen müssen, die an ihrer Substanz frisst. Wahrscheinlich wird mich dieser Text noch länger im nächsten Jahr begleiten.Eine meiner Hauptfiguren hat einen ausgeprägten eigenen Kopf und eine macht bereits Probleme, seitdem ich sie kenne. Kann mich das jetzt noch schrecken? Nein!</p>



<p>Wie war euer Schreib- oder Lesejahr 2019? </p>



<p>Ich hoffe, wir lesen uns im nächsten Jahr!</p>



<p>Liebe Grüße<br>
Eure Kaja</p>
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		<title>Von Rittern des Lichts und der Dunkelheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Apr 2019 08:56:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dornenritter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[dark fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[episch]]></category>
		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[ritter]]></category>
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					<description><![CDATA[BÄM! Gestern habe ich es geschafft und meinen düsteren, epischen Dark-Fantasy-Roman mit dem Arbeitstitel „Ritter und Henker“ abgeschlossen. Was für eine Reise! Es war ein wenig wie eine düstere Affäre. Und es war &#8211; für meine Verhältnisse &#8211; schnell zu Ende: Nur fünf Monate hat die Erstellung der Rohfassung gedauert. Der Anfang entstand im NaNoWriMo [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>BÄM! Gestern habe ich es geschafft und meinen düsteren, epischen Dark-Fantasy-Roman mit dem Arbeitstitel „Ritter und Henker“ abgeschlossen. Was für eine Reise! Es war ein wenig wie eine düstere Affäre. Und es war &#8211; für meine Verhältnisse &#8211; schnell zu Ende: Nur fünf Monate hat die Erstellung der Rohfassung gedauert. Der Anfang entstand im <a href="https://www.nanowrimo.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="NaNoWriMo (öffnet in neuem Tab)">NaNoWriMo</a> 2018. Noch hat mich der Abschiedsschmerz nicht erwischt, aber meine Hauptfigur, der melancholische und grüblerische Ritter von Rabensteyn, ist mir während dieser Zeit sehr ans Herz gewachsen. Seine Wandlung vom jungen Idealisten, der an seinen eigenen Ansprüchen scheitert, zum Ritter des Lichts, in dem seine eigene Flamme brennt, hat mein Herz berührt. Und ich hoffe, dass er auch noch andere Herzen berühren wird. </p>



<p>Fun Fact: Die ersten Ideen entstanden, als ich einen Blogartikel darüber entworfen habe, wie ich meine Ideen finde. Ich habe das Ideenfinden an einem Probe-Beispiel getestet. Der Blogartikel ging nicht online, aber Ideen für den Roman überrannten mich auf der Stelle.</p>



<p>Für mich war das Schreiben des Romans in vielerlei Hinsicht etwas Neues. Mit Rittern als Figuren habe ich zwar schon Erfahrung, bisher haben sie bei mir aber nie die Hauptrolle gespielt. Auch ist es der erste Roman, den ich schreibe, wo eine Beziehung zwischen zwei Männern eine zentrale Bedeutung für die Handlung hat. Es ist keine Romanze; es ist aber auf alle Fälle etwas Persönliches. Und es ist die wohl düsterste Geschichte, die ich jemals aufs Papier gebracht habe – auch wenn ich schon immer einen Hang zur dunklen Seite hatte.</p>



<p>Die Gestalt des Paladins hat mich seit Langem inspiriert und provoziert. Zwischen Licht und Dunkelheit führt ein schmaler Weg, oder vielleicht gibt es auch gar keinen Weg, und alles ist nur eine schöne Lüge. Schließlich ist aus anderen Erzählungen bekannt, dass derjenige, der ein Monstrum verfolgt, früher oder später selbst zu einem Monstrum wird. In diesem Roman geht es um ein Königreich, das in Dunkelheit versinkt, und „Ritter des Lichts“, die es verteidigen. Aber nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Gut und Böse, Richtig und Falsch, Freund und Feind – worauf ist noch Verlass, wenn nichts mehr Orientierung bietet und es noch dazu im eigenen Herzen so finster zugeht wie „jenseits der Nachtgrenze“?</p>



<p>Als sich der Ritter von Rabensteyn als Figur bei mir einstellte, wollte ich ihn zuerst gar nicht richtig ernst nehmen. Das Gespräch in meinem Kopf lief ungefähr folgendermaßen ab: </p>



<p><strong>Er: </strong>Seid Ihr die Autorin, die ein Herz für die Bösen hat? Die Biografin des Schwarzmagiers Galotta? Ich suche Euch. Es gibt da etwas, was ich unbedingt loswerden muss, es erstickt mich sonst.<br><strong> Ich: </strong>Äh … was bist du denn für einer? Silberne Rüstung, weißer Umhang? Ein Paladin?<br><strong> Er: </strong>Ich bin ein Ritter des Lichts.<br> <strong>Ich: </strong>Tja, du bist bei mir falsch. Ich bin die mit den Schwarzmagiern, wie du ja korrekt sagst.<br><strong> Er:</strong> Aber Ihr habt doch ein Herz für die Bösen!<br> <strong>Ich: </strong>Du siehst aber nicht aus wie einer von den Bösen. Im Gegenteil.<br><strong> Er:</strong> Aber ich habe Unaussprechliches getan. Bitte hört mir zu. Da ist dieser Mann …<br><strong> Ich: </strong>Okay, verstehe. Tut mir leid, dieses Genre schreibe ich nicht. Ich kann dir aber einige gute Autor*innen empfehlen, an die du dich wenden kannst, wenn du möchtest.<br> <strong>Er: </strong>Nein, nein! Ich will mit Euch sprechen, nur mit Euch. Es ist nicht das, was Ihr denkt. Nun, in gewisser Weise schon, aber trotzdem nicht so, wie Ihr denkt. Hört mich bis zu Ende an, ich bitte Euch.<br><strong> Ich: </strong>Na meinetwegen, dann erzähl mal, was ist denn so Schlimmes passiert?</p>



<p>Und er erzählte. Mir klappte der Unterkiefer hinunter. Danach wusste ich, er hatte recht gehabt: Ich musste seine Geschichte erzählen. Das habe ich seitdem keinen Tag bereut, und Rabensteyn war großartig – eine so kooperative Figur und ein empfindsamer, liebenswürdiger Charakter, der mich großzügig an seinen tiefgründigen Gedanken hat teilhaben lassen. Sein Konterpart, Gavin der Gerber, ist da von ganz anderem Naturell … aber durch diese Konstellation hat es sogar manchmal ein Funken von Humor in die Handlung geschafft.</p>



<p>Während des Schreibens haben mich zahlreiche andere Autor*innen aus dem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Tintenzirkel (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.tintenzirkel.de" target="_blank">Tintenzirkel</a> so sehr unterstützt. Ohne sie hätte ich sicher länger gebraucht oder wäre tiefer in die Löcher der Selbstzweifel geplumpst, die meinen Weg beim Schreiben oft unvermeidlich ausmachen. So konnte ich mich aber immer wieder herausarbeiten und blicke jetzt auf aufreibende, aber vor allem inspirierende, wunderbare Monate mit dieser besonderen Geschichte zurück.</p>



<p>Vielen Dank euch allen!</p>



<p>Habt einen prachtvollen Sonntag!</p>



<p>Eure Kaja</p>
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