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		<title>Buchmarkt, trau dich: Anspruch in Texten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Aug 2022 05:51:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Romane]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Diesen Artikel habe ich als Mini-Serie auf Instagram veröffentlicht. Wegen der großen Beliebtheit habe ich beschlossen, alle Teile auch hier zur Verfügung zu stellen. Nun könnt ihr den gesamten Text im Zusammenhang lesen. Viel Spaß!</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Thema</h2>



<p>Wenn meine damalige Agentin eine Leseprobe bekommen hatte und zu mir sagte, sie finde den Text anspruchsvoll, wusste ich: Das war das Todesurteil. Es bedeutete so viel wie: Der Text ist unverkäuflich.<br>Seitdem habe ich dieselbe Erfahrung immer wieder gemacht: Anspruchsvolle Texte sind auf dem Buchmarkt nicht beliebt. Agenturen wollen sie nicht, Verlage kaufen sie nicht, Leser*innen machen einen Bogen darum. Und mehr: Diejenigen, die anspruchsvoll schreiben, werden schnell als arrogante, elitäre Snobs angesehen, die Zeug schreiben, das ohnehin niemand lesen will, sich trotzdem für etwas Besseres halten und dabei doch eigentlich nur andere Menschen mit ihren Texten ausschließen.</p>



<p>Warum aber sind anspruchsvolle Texte so unbeliebt? Ich vermute, dass dabei zwei Dinge eine wichtige Rolle spielen:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Anspruchsvolle Texte wollen etwas von dir. Das kann anstrengend sein. Das Leben ist aber schon anstrengend genug. Warum solltest du dir also noch zusätzliche Arbeit machen, wenn du doch nur seinem Hobby nachgehen und dich entspannen willst?</li><li>Der Schulunterricht kann dir den Spaß an Texten verderben. Viele Texte, die zum sogenannten Schul-Kanon gehören, erfüllen die heutigen Ansprüche an gute Bücher nicht (mehr), weil sie stark veraltet sind. Trotzdem werden Kinder und Jugendliche, die gern etwas anderes machen möchten, dazu gezwungen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und zu allem Überfluss bekommen sie auch noch Noten dafür. Natürlich muss Deutschunterricht nicht so laufen, aber es kann passieren.</li></ol>



<p>Das sind gute Argumente. Auch dass Texte Menschen ausschließen können, stimmt. Nicht umsonst wurde Einfache Sprache erfunden. Aber Sprache ist nicht alles. Ich persönliche sehe die Sache anders: Wer einen anspruchsvollen Text schreibt, geht davon aus, dass dort draußen Menschen sind, die seinen Gedanken folgen möchten. Er*sie lädt sie ein, den Weg der Geschichte gemeinsam zu gehen. Das ist in meinen Augen ein anderer Ansatz, als davon auszugehen, dass Menschen einer Geschichte nicht folgen können oder wollen. Kein Ausschluss, sondern eine Einladung.</p>



<p>Warum lohnt es sich – in meinen Augen – heute trotz allem noch, anspruchsvolle Texte zu lesen und zu schreiben? Darüber möchte ich hier mit euch sprechen.</p>



<p>Im Folgenden stelle ich vier verschiedene Arten von Anspruch in Texten vor, die ich mir überlegt habe. Obwohl ich früher Literaturwissenschaftlerin war, habe ich keine wissenschaftliche Literatur benutzt, sondern mir alles selbst aus den Fingern gesogen. Daher geben die Beiträge nur meine persönliche Einteilung und Meinung wieder.<br><br>Und zwar geht es um:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Komplexität (die Anzahl der wichtigen Dinge in einem Text. Fordert dazu auf, sie zu verknüpfen)</li><li>Originalität (die Abweichung vom Gewohnten. Fordert dazu auf, den Horizont zu erweitern)</li><li>Tiefgründigkeit (die Behandlung existenzieller und/oder unangenehmer Themen. Fordert dazu auf, sich mit ihnen auseinanderzusetzen)</li><li>Stil (Alles, was mit Sprache zu tun hat. Fordert dazu auf, genau zu lesen und sprachliche Rätsel zu lösen</li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0195-1-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3849" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0195-1-980x980.jpg 980w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0195-1-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption><em>Meine Dornenritter – ein anspruchsvolles Buch?</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Komplexität</h2>



<p>Die Welt ist irre vollgestopft, findet ihr nicht? Wenn ich versuche, mich über ein einzelnes Thema zu informieren, blicke ich oft kaum durch. Und wenn ich mich intensiv mit einem Thema beschäftige, bekomme ich oft erst recht den Eindruck, dass ich gar nichts verstehe und überhaupt nichts weiß. Geschweige denn, dass ich begreifen könnte, wie all die Dinge in der Welt miteinander zusammenhängen. Manchmal verstehen wir ja nicht einmal die Menschen, die uns am nächsten stehen. Noch schlimmer: Niemand sagt uns, was richtig und falsch, was gut und böse ist – und falls doch, sollten wir erst recht aufmerksam sein, wem wir in so wichtigen Fragen unser Vertrauen schenken. Wir müssen selbst aufpassen, denken, urteilen.<br>Die Welt ist komplex. Das macht das Leben schwierig.</p>



<p>Die gute Nachricht: Kein Text kann diese Komplexität abbilden. Daher stellen Geschichten immer nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus der Wirklichkeit dar (und das sage ich mit Absicht auch über Fantasy). Deshalb mögen wir Geschichten. Sie machen aus totalem Wirrwarr verdauliche Häppchen.</p>



<p>Geschichten, die nicht komplex sind, bieten uns eine überschaubare Welt. Gut und Böse sind darin klar, die Ereignisse gut verständlich, und meist wissen wir vorher, wie es ausgeht. Das ist völlig okay und auch sehr erholsam, denn in der Realität haben wir es ja schon schwer genug.</p>



<p>Komplexität in Geschichten ist für mich: Die Anzahl der Dinge/Informationen darin, die wichtig sind, um die Geschichte zu verstehen. Wie im realen Leben müssen wir in komplexen Geschichten diese Informationen sammeln und verknüpfen. Wir müssen selbst denken, selbst urteilen, unseren Grips einsetzen. Das macht das Lesen komplexer Geschichten anstregend. Wieso sollten wir es dann überhaupt tun?</p>



<p>Nehmen wir das Spiel Bloodborne: Darin wird eine Stadt nachts von Monstern überrannt. Aber wieso eigentlich? Wer sich diese Frage stellt und sich die Mühe macht, die Informationen, die uns das Spiel fast immer kommentarlos präsentiert, mit einander zu verknüpfen, für den öffnet sich eine zweite Ebene, so krass, dass es einem den Boden unter den Füßen wegzieht.<br>Geiler Scheiß.</p>



<p>Manche Texte verstehen wir besser (oder überhaupt erst), wenn wir andere Texte kennen. Der Fachausdruck dafür: Intertextualität. Zum Beispiel: Wer sich bei »Die Götter müssen sterben« von Nora Bendzko mit antiker Mythologie auskennt, kann die Abweichungen zu den Original-Sagen besser erkennen und hat damit meiner Meinung nach bersonders viel Spaß am Text. (Übrigens, auch bei »Dornenritter« können Mythologie-Freaks vermutlich die Auflösung eher vorausahnen.) Andere Texte verlangen dafür historische oder sonstige Fachkenntnisse von Lesenden.</p>



<p>Meiner Meinung nach entsteht Komplexität noch nicht, wenn einfach nur viel Zeug in einem langen Text steht. Und sie ist nur dann richtig am Platz, wenn wir als Lesende von der Geschichte dafür belohnt werden, dass wir unser Gehirn anstrengen. Mit mehr Erkenntnissen, mehr Durchblick, mehr Gefühlen, mehr Grusel, mehr Spaß. Komplexe Texte sind wie eine spielerische Übung für die noch unendlich viel komplexere Realität. Die besten sorgen dafür, dass wir uns nicht nur klüger fühlen, sondern wirklich klüger werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Originalität</h2>



<p>»So etwas gibt es auf dem deutschen Buchmarkt bisher nicht. Da gehen die Leser*innen nicht mehr mit.« Sätze wie diesen hörte ich damals regelmäßig von meiner Agentin. Manchmal bat sie mich auch, eine Geschichte zu entwerfen, die an einer anderen orientiert sei. Ich brauchte lange, um zu begreifen, dass eine Geschichte gemeint war, die mehr oder weniger exakt wie eine andere sein sollte.</p>



<p>Heute höre ich oft von angehenden Autor*innen, dass sie sich Sorgen machen: »Meine Ideen gibt es doch schon so oft!« Da kann ich euch beruhigen, Leute: Offenbar ist es tatsächlich auf dem deutschen Buchmarkt so: Je mehr etwas wie etwas ist, was alle schon kennen, desto besser. Abgesehen davon haben alle, die sich solche Sorgen machen, meist eher ein ähnliches Problem wie ich.</p>



<p>Originalität ist für mich: eine Abweichung vom Gewohnten. Aber warum ist Originalität in Texten so unbeliebt? Tatsächlich muss ich sagen: Ich verstehe es – im Gegensatz zu den anderen Kategorien von Anspruch, die ich gesetzt habe – nicht so recht. Wir bezahlen viel Geld, um in Urlaub zu fahren und Orte zu sehen, die wir noch nicht kennen, Dinge zu erleben, die uns zu Hause nicht möglich sind. Aber warum möchten dann viele Menschen, wenn sie ein Buch lesen, genau dieselben Orte, Charaktere und Handlungen erleben, denen sie schon oft begegnet ist? Weil wir nicht genug von dem bekommen können, was wir lieben? Sind wir so gestresst, dass es uns zu anstrengend ist, etwas Neues zu verarbeiten, und wir lieber bei dem bleiben, was wir kennen? Möchten wir, wenn wir an unseren Urlaubsorten sind, vielleicht doch eigentlich gar nichts von ihnen sehen, sondern lieber im Hotel am Pool sitzen und Bier trinken (Natürlich ist das völlig okay!)</p>



<p>Wenn ich an Originalität denke, fällt mir zuerst Dr. Who ein. Die Serie verblüfft (zumindest in einigen Folgen) mit ihren originellen Ideen, oft noch in verblüffender Kombination. In GB, heißt es, hätten die Menschen etwas übrig fürs »Skurrile« – ich denke, das ist ein weiterer Ausdruck für Originalität. Und ich muss an meinen verstorbenen besten Freund M. denken. Ihm konnte nichts originell genug sein. Meine dunklen Ritter mochte er nicht besonders, er fand sie 0815, schon wegen des mittelalterlichen Settings. Seine eigene Welt Esper kann man noch auf <a href="https://annor.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Annor.de</a> sehen. Sie erzählt von seiner Liebe zu originellen Settings, Dingen und Figuren. Wenn ich eine originele Idee brauchte, konnte ich mit ihm sprechen. Wenn ich mit M. auf Reisen oder nur in einem Museum war, kamen wir beide von dort mit 1000 Ideen wieder. Er fehlt mir. Die Welt braucht mehr Menschen wie ihn.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1022" height="1024" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0210-1022x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3841" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0210-980x982.jpg 980w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0210-480x481.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1022px, 100vw" /><figcaption><em>Ein Wasserfall in Island, den ich mit M. besichtigt habe. Er hat später seinen Weg in meinen Roman Dornenritter gefunden. </em></figcaption></figure>



<p>Eigentlich ist ja unsere Welt schon von sich aus sehr originell. Ich meine, habt ihr euch schon mal Wale genauer angesehen? Oder Elefanten? Würden wir solchen Wesen zum ersten Mal in einer Geschichte begegnen, hätten wir wohl Probleme, sie uns vorzustellen. Je genauer wir hinsehen, desto seltsamer ist eigentlich alles.</p>



<p>Aber zurück zu Büchern. Ich kann wenig gegen meine originellen Ideen tun. Aber ich versuche sie mit Dingen zu kombinieren, die schon bekannt sind. Manchmal kommt etwas dabei heraus, was die Menschen gern lesen. Ich hoffe, dass ich das auch in Zukunft schaffe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tiefgründigkeit</h2>



<p>Das Leben ist kein Ponyhof – schon mal gehört? Und so ist es leider. Überall begegnen uns schreckliche Dinge, Krankheit, Tod, gesellschaftliche und soziale Ungerechtigkeit, Unglücke, die Vergänglichkeit des Lebens usw. Wenn wir gerade nicht persönlich betroffen sind, dann diejenigen, die uns nahestehen. Und wenn selbst das nicht der Fall ist, können wir in den Nachrichten jeden Tag neue schreckliche Dinge verfolgen. Kein Wunder, dass wir – falls wir denn das Glück haben, diesem ewigen Kampf überhaupt kurz entkommen zu können – uns manchmal nur im Bett verkriechen und die Decke über den Kopf ziehen wollen – und vielleicht eine Wohlfühlgeschichte lesen. Und das ist sehr verständlich. Selbst ich brauche manchmal eine Dosis My Little Pony.</p>



<p>Wohlfühlgeschichte ist ein Begriff, der sich in der Buchwelt etabliert hat. Ich erlebe oft als wichtiges Kriterium bei einer Bewertung: »Ich habe mich mit der Geschichte die ganze Zeit wohl gefühlt«, »Das Buch war wie eine kuschlige Decke«, »Bei der Autorin fühle ich mich wohl.« Mir selbst wurde einmal empfohlen, mich als Autorin bei einem bekannten Heftromanverlag zu bewerben. Die Anforderungen an die Bücher war der Ausschluss sämtlicher »unangenehmer« Themen. Wohlfühlen pur!<br>Ich habe es gelassen.</p>



<p>Um es noch mal klarzustellen: Wohlfühlen mit Büchern ist toll. Aber es ist für mich nicht alles, und es sollte meiner Meinung nach nicht grundsätzlich passieren, indem schwierige Themen ausgeschlossen werden. Manche Autor* innen können sogar beides verbinden.<br>Und: Mit manchen Themen ist Wohlfühlen schwer. Aber auch sie brauchen Raum.</p>



<p>Tiefgründigkeit ist für mich: Die Bearbeitung unangenehmer oder schwieriger Themen.<br>Oft höre ich Stimmen, die sich wünschen, in Büchern würden aktuelle Probleme als überwunden oder gar nicht existent beschrieben. Die Argumente sind gut nachvollziehbar. Ich habe mich als Autorin entschieden, es nicht grundsätzlich so zu machen, auch aufgrund persönlicher Erfahrungen.</p>



<p>Bücher, die schwierige Themen ausschließen, erschaffen eine Wunschwelt. Eine Utopie hat auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung. Aber: Bücher, die sich gelungen mit schwierigen Themen beschäftigen, geben dafür Menschen die Möglichkeit, sich im Safe Space einer Geschichte mit diesen Themen auseinanderzusetzen, *ohne* selbst direkt betroffen zu sein. Denn Hand aufs Herz: Früher oder später holt uns der Ernst des Lebens alle ein.<br>Für Menschen, die betroffen sind, können diese Geschichten Trost spenden. Denn Probleme zu ignorieren, heißt auch, Menschen zu ignorieren, für die diese Probleme zum Leben gehören. Probleme zu respektieren, ihnen in Geschichten Raum zu geben, heißt, Menschen zu respetieren. Das ist für mich bei meiner eigenen Arbeit als Autorin ein sehr wichtiger Punkt.</p>



<p>Tiefgründige Bücher können uns ermutigen, nachzudenken, unseren Horizont zu erweitern, Probleme zu erkennen, unsere Haltung zu verändern, fürs Leben gewappnet zu sein, zumindest ein kleines bisschen. Sie können dazu beitragen, uns zum Teil einer Welt werden zu lassen, in der sich alle etwas mehr wohlfühlen. Das ist meiner Ansicht nach nicht möglich, wenn wir permanent die Augen vor Problemen verschließen und uns unter die Kuscheldecke schmiegen. Schwierige Themen zu bearbeiten ist vielleicht das Beste und Wichtigste, was Bücher überhaupt können. Solche Bücher verändern manchmal die Welt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0194-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3844" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0194-980x980.jpg 980w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2022/08/ACS_0194-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption><em>Ich liebe es, tiefgründige Themen in Büchern zu behandeln!</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Stil</h2>



<p>»Das Gedicht hat mir sehr gut gefallen, weil keine unbekannten Wörter drin vorkommen«, schrieb dereinst Amelie (Name geändert ;)), 7. Klasse, über Schillers Ballade »Der Handschuh«, als ich in ihrer Klasse das Thema Inhaltsangabe unterrichtete. Damit spricht Amelie sicher vielen aus der Seele. Und – irgendwie – auch mir.</p>



<p>Stil ist von allen Themen, die ich hier in Verbindung mit Anspruch bearbeite, vermutlich das unwichtigste. Es kommt auf die Story an, nicht auf den Stil, in der sie geschrieben wurde. Das fällt mir auch auf dem Buchmarkt immer wieder auf. Trotzdem kann ein gelungener Stil dazu beitragen, Atmosphäre aufzubauen und ganz in eine Geschichte einzutauchen. (Wer meine Stil-Tipps erfahren möchte, möge <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.kaja-evert.de/2021/06/20/worte-wie-sterne-am-nachthimmel-arten-von-stil/" data-type="URL" data-id="https://www.kaja-evert.de/2021/06/20/worte-wie-sterne-am-nachthimmel-arten-von-stil/" target="_blank">diesen Blogartikel</a> lesen.)</p>



<p>Dabei verwechseln viele Menschen gelungenen Stil mit Unverständlichkeit. Ich kann mir denken, wie das kommt: In der Schule lesen wir Texte, die z. T. mehrere Jahrhunderte alt sind. Diese Texte kommen uns fremd vor. Sie enthalten Wörter und Formulierungen, die wir heute nicht mehr benutzen, und oft verschachtelte Satzkonstruktionen (Grüße an Heinrich von Kleist). Es gibt trotzdem Gründe, diese Texte auch heute noch zu lesen, aber leicht verständlich sind sie nicht gerade. Und wenn wir an die Uni kommen, erwarten uns dort mehr schwer verständliche Texte voller Schachtelsätze und Fachbegriffe, die wir noch nie gehört haben. Das wäre ja alles noch nicht so schlimm, wenn wir nicht zugleich vermittelt bekämen, dass so <em>gute</em> Texte aussähen. Denn immerhin stammen diese Texte von wichtigen Menschen, behandeln wichtige Themen und genießen hohes Ansehen – oder?</p>



<p>Ob ihr es glaubt oder nicht: Selbst wissenschaftliche Texte möchten nicht unverständlich sein. Es ist nur oft so, dass Wissenschaftler*innen so in ihren Themen und im Uni-Jargon »drin« sind, dass sie sich nicht mehr gut in Menschen hineinversetzen können, die von einem Thema gar nichts verstehen.</p>



<p>Guter Stil ist in meinen Augen verständlicher Stil. Verständlich heißt nicht platt. Ein Text kann gut verständlich und trotzdem anspruchsvoll sein. Es gibt kaum Stilfiguren, die komplizierte Formulierungen brauchen.</p>



<p>Bei Romanen gibt es vor allem zwei Stil-»Sünden«, die mich auf die Palme bringen: 1. Wenn Autor_innen unnötig kompliziert und »schwülstig« schreiben, gerade wenn es um völlig alltägliche Dinge geht. 2. Wenn sich Autor_innen keine Mühe geben, die spektakulären Ereignisse in ihren Büchern mit angemessenen Worten zu würdigen.<br>Allerdings ist Stil auch eine subjektive Sache. Ich bekomme manchmal fast Schrei-Anfälle von Texten, die andere als poetisches, literarisches Meisterwerk feiern. Und wenn ich einschlafe, weil der Kampf gegen den mächtigsten Dämon von Finsterwelt in überaus lahmen Worten beschrieben wurde, fällt das anderen vielleicht gar nicht erst auf.</p>



<p>– Soweit von mir zum Thema Anspruch in Texten. Ich fände es schön, wenn mehr anspruchsvolle Texte veröffentlicht würden, natürlich nicht ganz ohne Eigeninteresse! Wie steht ihr dazu? Lest ihr gern anspruchsvolle Texte oder eher nicht? Welchen Punkten stimmt ihr zu, was seht ihr anders? Welche anspruchsvollen Bücher habt ihr in letzter Zeit gelesen? Schreibt es mir gern in die Kommentare. Und wenn euch der Blogartikel weitergeholfen hat, empfehlt ihn auch anderen!</p>



<p>Eure Kaja</p>



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		<title>Zwischen den Projekten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2021 05:02:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alptraumgarde]]></category>
		<category><![CDATA[Autor*innenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schnitter]]></category>
		<category><![CDATA[Dornenritter]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Ritter]]></category>
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					<description><![CDATA[»Dornenritter« ist erschienen! Auf die Veröffentlichung meines queeren Dark-Fantasy-Romans »Dornenritter« habe ich sehr lange hingefiebert. Nun bin ich sehr glücklich, dass er bei den Leser*innen bisher so gut ankommt. Weil der Roman sensible Themen wie sexuelle Selbstfindung enthält, habe ich mir vorher viele Sorgen gemacht. Habe ich die Themen angemessen behandelt? Sollte ich diese Themen [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">»Dornenritter« ist erschienen!</h2>



<p>Auf die Veröffentlichung meines queeren Dark-Fantasy-Romans »Dornenritter« habe ich sehr lange hingefiebert. Nun bin ich sehr glücklich, dass er bei den Leser*innen bisher so gut ankommt. Weil der Roman sensible Themen wie sexuelle Selbstfindung enthält, habe ich mir vorher viele Sorgen gemacht. Habe ich die Themen angemessen behandelt? Sollte ich diese Themen überhaupt behandeln? Die Rückmeldungen und persönlichen Gespräche gerade zu diesen Punkten waren für mich sehr berührend. Danke dafür!</p>



<p>Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn noch mehr Menschen »Dornenritter« lesen. Daher: Kauft den Roman, verschenkt ihn, rezensiert ihn, empfehlt ihn weiter! 🙂</p>



<p>Auch kann ich für mich das Fazit ziehen, dass meine Werbung in den Social Media offenbar dazu geführt hat, dass der Roman (größtenteils) an die Menschen gerät, die auch etwas damit anfangen können. Das zeigt mir, dass die Mühe und der Zeitaufwand, den ich hineingesteckt habe, nicht umsonst waren. Auch hier haben sich viele spannende Gespräche und Austausch mit Gleichgesinnten ergeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Testballon fürs Selfpublishing: »Magiersohn«</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/10/Magiersohn_Ebook-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3746" width="780" height="780"/><figcaption>»Magiersohn« gibt es bisher nur als Ebook.</figcaption></figure>



<p>Was bei der Veröffentlichung von »Dornenritter« ein bisschen untergegangen ist: Ich habe zeitgleich noch einen anderen Roman veröffentlicht, und zwar im Selfpublishing: »Magiersohn«. Es ist ein Kinder-/Jugendfantasyroman um die Macht der Freundschaft und die Überwindung von Vorurteilen. Auch dieser Roman ist ziemlich divers. Im November soll bei Book on Demand auch eine Printversion entstehen.<br>»Magiersohn« war mein Testballon fürs Selfpublishing. Man hört übers Selfpublishing ja unterschiedliche Geschichten. Von Autor*innen, die sofort die Miete von ihrer ersten Veröffentlichung bezahlen konnten, und anderen, die nach mehreren Jahren und Büchern 1,80 € Profit machten (gestern so in einer Selfpublishing-Gruppe gelesen). Tja, ich kann nur sagen: Was das betrifft, weiß ich, zu welcher Gruppe ich bisher gehöre, und (Spoiler) es ist nicht die erste! Natürlich ist das Genre auch nicht optimal geeignet fürs Selfpublishing. Kinder-/Jugendbücher sollten in Buchhandlungen ausliegen und nicht über E-Reader geladen werden müssen. Was ich aber auf jeden Fall für mich mitnehmen: Selfpublishing ist einfach und, wenn man ein SP-geeignetes Genre schreibt, womöglich sogar eine echte Geldquelle.</p>



<p>Wer sich für »Magiersohn« interessiert, findet Infos unter »<a href="https://www.kaja-evert.de/veroeffentlichungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alle Bücher</a>« hier auf meiner Homepage.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zukunftspläne</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/10/ACS_0093-1024x1024.jpg" alt="Skizze von Zoran mit Dreispitz, Notizbuch und lose Blätter" class="wp-image-3747" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/10/ACS_0093-980x980.jpg 980w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/10/ACS_0093-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption>Skizze von Zoran, Protagonist aus »Alptraumgarde«</figcaption></figure>



<p>Im kommenden Jahr hoffe ich mindestens zwei queere Dark-Fantasy-Romane veröffentlichen zu können, die auch schon fertig sind: Den »Schnitter« (Arbeitstitel) und »Nebelritter«, den geistigen Nachfolger von »Dornenritter«. In welcher Form die Romane erscheinen sollen, weiß ich allerdings noch nicht. Auch kann sich immer etwas an den Plänen ändern.</p>



<p>Vorerst steht aber der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) an. Während des Novembers schreiben Menschen weltweit 50.000 Wörter. Das ist in meinen Zahlen etwas weniger als ein halber Roman. Ich habe mir diesmal ein besonderes Projekt vorgenommen: einen Dark Fantasy/Cosmic Horror-Roman, der so divers ist, dass er den homophoben Rassisten Lovecraft ärgern würde, und der das Genre gegen den Strich bürstet. Ich bin gespannt, wie es mir gelingt, und freue mich auf nächtliche Kämpfe in der heruntergekommenen Hafenstadt Elyssa.</p>



<p>Was die Schreib-Pläne für 2022 betrifft: Aktuell sieht es so aus, als wäre das Jahr mit einem größeren Roman-Projekt blockiert, sodass ich zu kaum etwas anderem kommen werde. Aber ich muss noch warten, wie es sich entwickelt.</p>



<p>Ich bin sehr froh, dass ich in diesem Jahr Selfpublishing ausprobiert habe. Denn auch wenn ich mit »Magiersohn« nur wenig Erfolg hatte, weiß ich nun, wie es geht, und habe eine Ahnung davon, wie ich es vielleicht besser mache.</p>



<p>Dieser Blogartikel mag etwas wirr sein, aber er handelt vom Autorin-Sein wie kaum ein anderer, den ich bisher geschrieben habe. Jedenfalls so, wie es für mich ist. In der Vergangenheit habe ich mir schon hin und wieder gedacht: Jetzt hast du es geschafft, jetzt zahlen sich endlich all deine Mühen aus. Was mein Schreiben betrifft, lag ich damit jedes Mal falsch. Daher sieht es bei mir jetzt und eigentlich immer so aus: Es gibt viele Projekte in unterschiedlichen Stadien. Du kommst voran, aber oft nur in winzigen Schritten, und es ist unklar, wie weit dich diese Schritte eigentlich bringen. Oft stellst du fest, dass du dir für all deine Anstrengungen mehr erhofft hattest. Letzten Endes geht es aber darum, mit Menschen in Kontakt zu kommen, Herzen zu berühren, denn dazu sind Texte (in meinen Augen) da. Wenn dir das gelingt, gibt es immer etwas, worauf du stolz sein kannst. Du probierst neue Dinge aus (wenn auch vielleicht mit Jahren Verspätung), entwickelst neue Ideen, kehrst zu alten zurück, bist unsicher, steckst oft zahllose Rückschläge ein, machst neue Pläne. Du gibst nicht auf, weil du liebst, was du tust. Du wirst niemals aufgeben.</p>



<p>Eure Kaja</p>
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		<title>»Dornenritter« – mein Weg aus der Dunkelheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2021 04:49:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Autor*innenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Dornenritter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Agentur]]></category>
		<category><![CDATA[dunkle ritter]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinverlag]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich meine erste Agentur verlor, mit der ich es immerhin bis in den Publikumsverlag geschafft hatte, landete ich anschließend fast bei einer der großen. Dort sagte mir ein Agent, ich könne keine großen Geschichten schreiben. Er sagte nicht, es sei in seinen Augen so oder etwas Ähnliches. Er formulierte es wie einen unumstößlichen Fakt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als ich meine erste Agentur verlor, mit der ich es immerhin bis in den Publikumsverlag geschafft hatte, landete ich anschließend fast bei einer der großen. Dort sagte mir ein Agent, ich könne keine großen Geschichten schreiben. Er sagte nicht, es sei in seinen Augen so oder etwas Ähnliches. Er formulierte es wie einen unumstößlichen Fakt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefangen im Kopflabyrinth</h2>



<p>Es mag dramatisch klingen, aber das hat mich vernichtet. Das Telefonat wiederholte sich endlos in meinem Kopf. Monatelang war ich zu nichts zu gebrauchen. Wie sollte das nicht stimmen, wenn doch ein Profi es sagt? Ich nahm mir damals zwar vor, nicht aufzugeben, sondern es jetzt erst recht als Autorin zu schaffen. Leider schien die berüchtigte Self-fulfilling Prophecy in Kraft zu treten: Alles, was in meinem Leben passierte, gab dem Agenten recht. Ich hatte vorher keine Probleme gehabt, Agenturen zu finden, aber danach fand ich keine mehr, obwohl es mehrfach <em>fast</em> klappte.</p>



<p>In den nächsten Jahren schrieb ich mehrere Romane. Aber immer, wenn sie nirgends unterkamen, schwappte das Erlebnis wieder in mir hoch, bis ich schließlich selbst davon überzeugt war, der Agent habe recht gehabt. Ich hörte auf, an mich und meine Romane zu glauben. Fing an zu denken, ich könne nichts schreiben, was Menschen begeistert. Und trotzdem war da wieder bei jeder neuen Geschichte dieser Hoffnungsfunken …</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine neue Idee – ganz anders</h2>



<p>Die Idee zu »Dornenritter« war ganz plötzlich da – Jahre nach dem Erlebnis – und ging nicht mehr weg. Ursprünglich wollte ich den Roman gar nicht schreiben, denn er war ganz anders als alles, was ich sonst schrieb. Dark Fantasy ja – aber Gay Romance? Ich bin doch gar kein Romance-Fan! Aber die Figuren bestanden darauf, dass ich ihre Geschichte erzähle, und das tat ich.</p>



<p>Schon während der Arbeit am Roman merkte ich, dass diesmal etwas anders war. Ich liebe normalerweise jedes Buch, das ich schreibe. Aber dieses Buch verblüffte mich und riss mich mit wie noch keins vorher. Ich hatte keine Ahnung, dass so eine Geschichte in meinem Kopf existiert hatte und dass ich in der Lage war, sie zu schreiben. Auch wenn ich sie in der Rohfassung dermaßen versemmelte, dass ich die Hälfte neu schreiben musste, änderte das nichts. Für mich war »Dornenritter« das Beste, was ich je geschrieben hatte. Besser, als ich geglaubt hatte, überhaupt schreiben zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Weg aus der Dunkelheit</h2>



<p>Nachdem »Dornenritter« fertig war, habe ich mich bei o. g. Agentur nicht damit beworben. Ich habe darüber nachgedacht, aber ich habe mir nicht länger gewünscht, von ihr vertreten zu werden. Und vermutlich hätte sie mich auch nicht genommen. Ebensowenig wie irgendeine andere, denn auch für diesen Roman habe ich nur Ablehnungen geerntet. Aber diesmal war mir klar: »Dornenritter« soll veröffentlicht werden! Ich versuchte es bei Kleinverlagen. Hier erhielt ich fast ausschließlich die häufigste Antwort am Buchmarkt: gar keine Antwort. Und so beschloss ich zuletzt, den Roman selbst herauszubringen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir Selfpublishing nicht vorstellen können. Allmählich begriff ich, dass es ein völlig zulässiger Weg ist, der sogar Vorteile bietet. Vor allem den, nicht von anderen und ihren Urteilen abhängig zu sein.</p>



<p>Ich stand kurz davor, den Roman zu veröffentlichen, als mich eine Mail vom SadWolf-Verlag erreichte. Darin die Zusage für »Dornenritter« nur auf Grundlage von Exposé und Leseprobe. Das kam völlig unerwartet für mich und hat mich natürlich riesig gefreut. Aber wäre die Zusage nicht gekommen, ohne dass vorher das Gesamtmanuskript angefordert wurde – was ungewöhnlich ist – hätte ich wohl geantwortet ›Danke für das Interesse, aber ich gehe jetzt ins Selfpublishing.‹ Denn für eine weitere Runde Warten hätte mir endgültig die Geduld gefehlt.</p>



<p>Der SadWolf-Verlag gehört zu den wenigen Verlagen in Deutschland, die ausschließlich düstere Literatur herausbringen, und somit ist er für »Dornenritter« ein Glücksgriff. Mit seinem finsteren Setting, den kaputten Figuren und der komplexen Handlung passt er perfekt ins Verlagsprogramm.</p>



<p>Den Gedanken an Selfpublishing habe ich aber nicht aufgegeben. Ihr werdet zu einer anderen Gelegenheit mehr davon hören.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Wenn ich zurückblicke, denke ich: Letzten Endes kann ich einem Profi keinen Vorwurf machen, weil er nicht an mich als Autorin glaubte. Es ist sein Job, solche Einschätzungen abzugeben (er hätte sie freundlicher formulieren können und stärker daran denken können, was eine solche Aussage in empfindsamen Autorinnen-Seelen anrichten kann), und er kann richtig liegen oder sich irren. Aber für mich wäre es sinnvoller gewesen, eher wieder daran zu glauben, dass ich große Geschichten schreiben kann. Denn es fühlt sich sehr viel besser an, es zu tun.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ihr tun könnt</h2>



<p>Letzten Ende entscheidet ihr, ob für euch »Dornenritter« eine große Geschichte ist. Ich weiß, es gibt unendlich viele Geschichten da draußen. Ein einzelner Roman hat es schwer, gesehen und gelesen und geliebt zu werden. Und sicher gibt es auch immer viel, was kritisiert werden kann, was vielleicht nicht gefällt. Für Kritik bin ich offen. Für mich sind meine »Dornenritter« jedenfalls ein absolutes Herzensbuch und zugleich die Geschichte, wie ich als Autorin den Glauben an mich selbst wiedergefunden habe. Wenn ihr mich (und den SadWolf-Verlag) unterstützt – durch den Kauf des Romans, durch Rezensionen, durch Social-Media-Bilder usw. – tragt ihr dazu bei, dass diese Geschichte groß wird und ein gutes Ende nimmt.</p>



<p>Eure Kaja</p>



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		<title>Back to the Roots: Dämonen, Schwarzmagier, Schwerter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2021 06:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Schnitter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibupdate]]></category>
		<category><![CDATA[dämon]]></category>
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		<category><![CDATA[kaja evert]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem Roman ist vor dem Roman! Auch wenn die Überarbeitung meines Dark-Fantasy-Epos »Nebelritter« noch nicht ganz abgeschlossen ist, habe ich den April genutzt, um ein neues Projekt anzufangen. Es läuft bei mir unter dem Arbeitstitel »Der Schnitter« (den es aber leider nicht auf Dauer behalten kann, weil es schon einen anderen Roman mit diesem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach dem Roman ist vor dem Roman! Auch wenn die Überarbeitung meines Dark-Fantasy-Epos »Nebelritter« noch nicht ganz abgeschlossen ist, habe ich den April genutzt, um ein neues Projekt anzufangen. Es läuft bei mir unter dem Arbeitstitel »Der Schnitter« (den es aber leider nicht auf Dauer behalten kann, weil es schon einen anderen Roman mit diesem Titel gibt).</p>



<p>Beim »Schnitter« handelt es sich um ein Projekt, dessen Grundidee schon ziemlich alt ist, mehr als 10 Jahre. Seitdem habe ich es in unterschiedlichen Settings angesiedelt und den Figuren probeweise einen unterschiedlichen Hintergrund gegeben, es aber nie fertiggestellt. Das grundsätzliche Thema ist immer gleich: Ein Schwarzmagier und jemand von einer Institution, die Schwarzmagier bekämpft, müssen zusammenarbeiten, um einen Dämonenkult zu infiltrieren. Diesmal will ich den Roman endlich zu Ende bringen und veröffentlichen!</p>



<p>Und darum geht’s:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Inquisitor Kjeld Jäger ist sich sicher: Nur ein toter Schwarzmagier ist ein guter Schwarzmagier. Er will den Schnitter vernichten, den Dämon, der seinen Partner Gero tötete, und die Magier, die ihn einst beschworen haben. Doch mitten in der unwirtlichen Tundra von Ierem, wo sich der Schnitter verborgen hält, begegnet er Blutmagier Nino. Beide sind gezwungen zusammenzuarbeiten, um eine Chance gegen den Schnitter zu haben. Aber können sie einander trauen?</p></blockquote>



<p>Der »Blurb« (Ich liebe dieses Wort!) verrät: Es ist eine Geschichte von der Überwindung von Vorurteilen. Zugleich handelt es aber auch von der Versuchung des Bösen in Form von Machtgier und/oder blindem Fanatismus. Außerdem habe ich in dieser neuen Version die Beziehung zwischen den Figuren stärker in den Mittelpunkt gerückt – wo die Fetzen fliegen, fliegen vielleicht später auch die Funken.</p>



<p>Der »Schnitter« gehört meinem Lieblingsgenre Dark Fantasy an und ist entsprechend düster. Er unterscheidet sich von »Dornenritter« und »Nebelritter« aber in einigen Punkten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Er ist kürzer und kompakter. Der Fokus liegt auf der Dynamik zwischen den Figuren. Außerdem versuche (!) ich diesmal ernsthaft, nicht 376 unterschiedliche Handlungsstränge einzubinden. Mal sehen, ob es funktioniert, oder ob ich doch wieder mindestens 120.000 Wörter brauche.</li><li>Trotz der düsteren Thematik ist der Roman etwas humoristischer und »leichter« wegen der vielen Wortgefechte der Hauptfiguren.</li><li>Diese etwas größere Leichtigkeit versuche ich auch sprachlich umzusetzen.</li></ul>



<p>Für die aktuelle Version habe ich eine meiner ältesten Geschichtenwelten wieder hervorgekramt, die Welt Menara, und lasse die Handlung dort spielen. Das klappt recht gut und ist für mich auch deshalb interessant, weil ich so wieder ein paar neue Details über Menara erfahre. Auf der anderen Seite kann ich Settings nutzen, die ich bereits kenne, was beim Arbeiten Zeit spart.</p>



<p>Es macht mir großen Spaß, lange nach den Romanen über den Magier und Antagonisten Galotta aus der Welt des Rollenspielsystems »Das Schwarze Auge« wieder einen etwas zweifelhaften Magiekundigen in einer Hauptrolle zu haben. Und sogar mit zahmer Fledermaus! Inquisitor Kjeld dagegen entspricht, durchdrungen vom Ideal toxischer Heldenhaftigkeit, eher dem Typus des tragischen Ritters. Die Figuren schreiben sich weitgehend von selbst. Und dann ist da natürlich noch der Schnitter, der geheimnisumwitterte Sensendämon, dem sich niemand nähern kann, ohne sofort zu sterben …</p>



<p>Ob ich diesen Roman im Selfpublishing oder bei einem Verlag herausbringen werde, wird sich zeigen.<br>Ich bin gespannt auf den Weg, den mein bisher schnittigstes Projekt (haha!) nehmen wird. Der grobe Plan ist, die Rohfassung, besser auch die Überarbeitung spätestens im Herbst zu beenden.</p>



<p>Habt trotz allem eine schöne Frühlingszeit! Welchen neuen Geschichten wollt ihr euch in diesem Frühling widmen?</p>



<p>Eure Kaja</p>



<p><sub>(Beitragsbild: <a href="https://www.instagram.com/fotowolter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thomas Wolter</a>, pixabay)</sub></p>



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		<title>Pfad durch den Nebel – Die Überarbeitung von »Nebelritter«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 08:08:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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					<description><![CDATA[Traue keiner Rohfassung! Diese Weisheit hatte ich mir eingeprägt. Erst recht nicht, wenn du sie für besonders gelungen hältst. Die letzten beiden Male, als ich extrem stolz auf die Rohfassung von Romanen war, musste ich das Projekt ganz aufgeben (»Die Geister von San Turaco«) oder zur Hälfte neu konzipieren und zu mehr als einem Drittel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Traue keiner Rohfassung! Diese Weisheit hatte ich mir eingeprägt. Erst recht nicht, wenn du sie für besonders gelungen hältst. Die letzten beiden Male, als ich extrem stolz auf die Rohfassung von Romanen war, musste ich das Projekt ganz aufgeben (»Die Geister von San Turaco«) oder zur Hälfte neu konzipieren und zu mehr als einem Drittel komplett neu schreiben (»Dornenritter«).</p>



<p>An meinem Dark-Fantasy-Roman »Nebelritter« hatte ich schon ein Jahr gearbeitet, als ich im Dezember 2020 mit der Überarbeitung anfing (Der Roman hatte mich also durch das erste Jahr der Pandemie gebracht). Und ich war sehr misstrauisch. Überall schienen mir schwere Plotprobleme zu lauern, und ich glaubte meiner Alphaleserin Natascha (-&gt; zu ihrem <a href="https://aufanderenseiten.blog/" data-type="URL" data-id="https://aufanderenseiten.blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blog</a>) nicht, als sie meinte, es seien gar keine extrem dramatischen Fehler zu finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">20% Text für’n Eimer</h2>



<p>Erstaunlicherweise hatte sie recht. Trotzdem habe ich für die erste Überarbeitung von »Nebelritter« fast vier Monate gebraucht. Denn der Teufel steckte im Detail.</p>



<p>Ich habe extrem viel gekürzt – über 30.000 Wörter! Das waren fast 20% der Rohfassung von 155.000 Wörtern (aktuelle Wortzahl: 122.500 Wörter). Die Länge ist für einen Dark-Fantasy-Roman in meinen Augen nun optimal. Aber wie kamen all die überzähligen Wörter  zustande?</p>



<p>Die eine Hälfte davon war »Wortmüll«, um es drastisch zu sagen. Überflüssiger Text. Zu lange Beschreibungen, sinnlose Wiederholungen, Füllwörter usw. Ein weiterer Grund war aber auch, dass ich beim Schreiben dazu neige, viele »Fässer aufzumachen«, wie ich es nenne. Die Handlung wird durch viele Themen und Elemente überladen, dabei wären die häufig gar nicht nötig. Bei der Überarbeitung hat es mir geholfen, mir den Grobplot noch einmal genau vor Augen zu halten und alles zu tilgen, was nicht erforderlich war. Ein Beispiel: Eine der Hauptfiguren hat Probleme damit, anderen nahe zu sein. Dafür gab es verschiedene Gründe – und sie wurden alle in der Rohfassung ausgebreitet. Aber nur ein Grund ist für den Plot und die Figurenentwicklung wirklich wichtig. Beim Überarbeiten habe ich mich auf diesen einen wichtigen Punkt konzentriert und alle anderen Elemente gestrichen. Dadurch wurde die Geschichte nicht weniger komplex oder tiefgründig. Im Gegenteil, die wirklich wichtigen Elemente bekamen dadurch mehr Raum. <br>Übrigens: Wenn du mehr übers Kürzen wissen möchtest, lies meinen <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.kaja-evert.de/2021/02/14/wie-dein-text-knackig-wird-tipps-zum-kuerzen/" data-type="URL" data-id="https://www.kaja-evert.de/2021/02/14/wie-dein-text-knackig-wird-tipps-zum-kuerzen/" target="_blank">Blogartikel</a> dazu!</p>



<p>Die Plotelemente, bei denen ich anfangs schwere Probleme witterte, erwiesen sich dagegen als weniger problematisch. Beispielsweise wird einer meiner Protagonisten in die Handlung verwickelt, weil er seinen besten Freund sucht. Ich hatte Sorge, die Suche nach dem Freund würde durch die vielen anderen Ereignisse in den Hintergrund treten. Das war aber gar nicht so.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Struktur schaffen oder der Struktur folgen?</h2>



<p>Ihr werdet jetzt vermutlich sagen: Schön und gut, Kaja, aber wäre es nicht intelligenter gewesen, dir alles, was du mühsam überarbeiten musstest, vor dem Schreiben zu überlegen? Da kann ich nur antworten: Auf jeden Fall! Aber ganz so einfach ist es nicht.</p>



<p>Spätestens seit einer Fortbildung zur Schreibberaterin an der TU Darmstadt weiß ich: Es gibt verschiedene »Schreibtypen«. Grob kann man sie in zwei Arten unterteilen: Die einen machen einen Plan und halten sich beim Schreiben daran (strukturfolgende Schreibtypen, im Schreibjargon »Plotter« genannt), andere schreiben erstmal etwas und sehen dann, welche Struktur dabei herauskommt (strukturschaffende Schreibtypen, auch »Pantser« genannt). Offensichtlich gehöre ich eher zur zweiten Sorte. Ich plotte zwar immer vor dem Schreiben, aber grob. Details ergeben sich beim Arbeiten. Wenn ich detailliert plotte – ist ja nicht so, als hätte ich das noch nie probiert – passen meine vorigen Überlegungen oft nicht gut zur Geschichte, oder ich halte mich einfach nicht an den ursprünglichen Plan. Daher fürchte ich, dass ich immer mehr Zeit zum Überarbeiten und Schreiben brauchen werde als andere. Das macht mich häufig unzufrieden mit meiner Arbeitsweise.<br>Was ich trotzdem aus der Fortbildung mitgenommen habe: Strukturschaffende Schreibtypen sind nicht »schlechter« als ihre organisierteren Kolleg*innen. Sie haben zwar mit besonderen Problemen zu kämpfen, aber dafür sind sie z. B. auch flexibel beim Arbeiten und stets offen für neue Inspiration.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Bei »Nebelritter« müssen jetzt noch Rückmeldungen vom Betalesen eingebaut werden und eine abschließende Stilkorrektur steht auch noch aus (im Großen und Ganzen überarbeite ich aber immer alle Baustellen im Text parallel). Insgesamt gefällt mir der Roman jetzt richtig gut, auch wenn ich beim Schreiben und Überarbeiten viele Zweifel habe. »Nebelritter« ist, obwohl er zum Dark-Fantasy-Genre gehört und düstere und abgründige Themen behandelt, weniger »hart« als sein Romanbruder »Dornenritter«. Das liegt vor allem an einem der beiden Protagonisten, Lucien, dem Ritter mit der Sonnenseele.</p>



<p>Ich werde meine Nebelritter sehr vermissen und bin froh, dass immerhin schon mehrere neue Projekte in Planung sind. Eines davon hat gute Aussichten, mein nächster Roman zu werden. Und bei ihm werde ich es noch einmal mit detaillierterem Plotten versuchen. Ich bin neugierig, ob ich dadurch mein Schreibtempo doch etwas steigern kann.</p>



<p>Und natürlich bin ich auch gespannt, welches weitere Schicksal »Nebelritter« erwartet. Ich werde diesen Roman auf alle Fälle veröffentlichen, aber ob im Verlag oder im Selfpublishing, wird sich zeigen.</p>



<p>Was sind deine Erfahrungen beim Überarbeiten?</p>



<p>Deine Kaja</p>



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		<title>Wie dein Text knackig wird &#8211; Tipps zum Kürzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2021 06:47:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erschrocken starrte ich auf die Gesamtwortzahl meines Manuskripts. 155.000 Wörter. Ernsthaft? So lang? Ich wusste ja, dass mein Dark-Fantasy-Roman »Nebelritter« ein dicker Schinken werden würde. Aber das hier bedeutete definitiv: Ich würde wohl kürzen müssen. Warum überhaupt kürzen? Es ist aber doch deine Geschichte, mögt ihr sagen. Kann sie nicht so lang sein, wie du [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Erschrocken starrte ich auf die Gesamtwortzahl meines Manuskripts. 155.000 Wörter. Ernsthaft? So lang? Ich wusste ja, dass mein Dark-Fantasy-Roman »Nebelritter« ein dicker Schinken werden würde. Aber das hier bedeutete definitiv: Ich würde wohl kürzen müssen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum überhaupt kürzen?</h2>



<p>Es ist aber doch deine Geschichte, mögt ihr sagen. Kann sie nicht so lang sein, wie du möchtest? Ja, natürlich. Und: nein, eher nicht.<br>Würde ich meine Geschichten nicht schreiben, damit sie von anderen Menschen gelesen werden, wäre die Länge wirklich egal. Aber wenn man veröffentlichen möchte, sprechen bei sehr langen Geschichten in meinen Augen mehrere Dinge fürs Kürzen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Der finanzielle Aspekt. Dicke Bücher haben mehr Seiten und kosten daher mehr, sowohl beim Druck als auch beim Verkauf. Leser*innen trennen sich aber verständlicherweise ungern von ihrem Geld, vor allem, wenn sie für den Preis vielleicht zwei andere Bücher bekommen. Ebooks können zwar beliebig wenig kosten, aber auch hier wird für umfangreichere Ebooks (zurecht) meist auch mehr Geld verlangt. </li><li>Die Zeit der Leser*innen: Viele Menschen lesen lieber kurze Bücher, weil sie wenig Zeit haben oder in der Zeit, die sie haben, einfach mehr Bücher lesen können. Woher sollen die Leser*innen wissen, dass mein Buch es wert ist, viel Zeit zu investieren? Sie möchten vielleicht erst einmal kürzeren Texten eine Chance geben.</li><li>Natürlich haben auch lange Geschichten ihre Berechtigung. Ich persönlich liebe sie besonders. Aber es gibt so viele Bücher. Warum sollten sich Menschen ausgerechnet dafür entscheiden, meins zu lesen? Die Antwort muss wohl sein: Weil es sich lohnt. Aber es lohnt sich nicht, wenn die Geschichte langatmig und voll von überflüssigem Geschwurbel ist.</li></ul>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="607" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/crumpled-paper-1852978_1280-1024x607.jpg" alt="Zerknülltes Papier und Stift (Symbolbild)" class="wp-image-2705" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/crumpled-paper-1852978_1280-1024x607.jpg 1024w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/crumpled-paper-1852978_1280-300x178.jpg 300w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/crumpled-paper-1852978_1280-768x455.jpg 768w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/crumpled-paper-1852978_1280-650x385.jpg 650w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/crumpled-paper-1852978_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Überflüssig? Weg mit dem Zeug!</figcaption></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vor dem Kürzen</h2>



<p>Ich bin der Ansicht, eine gute Geschichte lässt sich immer auch in akzeptablem Umfang erzählen (bei mehrbändigen Geschichten gilt das pro Band). Wieso also habe ich etwas so Langes geschrieben? Andere Autor*innen schreiben ihre Rohfassung so knapp, dass sie später noch Inhalte ergänzen müssen und ihrer Geschichte quasi Fleisch auf die Knochen bringen. Was mache ich also anders?<br>Erstmal liebe ich lange, epische Geschichten und will sie daher auch selbst schreiben. Das ist okay. Ein anderer Punkt ist, dass ich eine sogenannte »Plantserin« bin: Ich plane meinen Plot, aber nicht bis ins letzte Detail, und ein Teil der Geschichte entwickelt sich immer beim Schreiben. Daher gibt es meistens einige überflüssige Aspekte und tote Enden im Text. Auch habe ich meist alles aufgeschrieben, was ich gerade interessant fand, ohne zu prüfen, ob es wirklich zentral für die Geschichte ist ist. Vor dem Kürzen halte ich mir daher den grundlegenden Plot noch einmal vor Augen. Er ist sozusagen mein Leuchtturm bei der Überarbeitung.<br>Außerdem schreibe ich viele Anmerkungen in den Text, die beim Überarbeiten herausfallen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Inhaltlich kürzen</h2>



<p>Wie gesagt ist der grundlegende Plot für mich die wichtigste Stütze beim Kürzen. Ich nehme mir jede Szene vor und prüfe sie vor allem auf zwei Elemente: 1. Die Funktion der Szene für den Gesamtplot, 2. den zentralen Konflikt der Szene (ja, ich gehöre zu den Autor*innen, die Szenen auf der Grundlage von Konflikten schreiben).<br>Beim Kürzen nehme ich dann alles heraus, was nicht zum Plot oder zum Konflikt der Szene beiträgt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Nebenhandlungen</strong> und <strong>Nebenaspekte</strong>, die sich im Nachhinein als verzichtbar herausstellen (Kann ich die Krankheit meines Protas streichen, ohne dass der Plot leidet? Ja! Ist die verflossene Liebschaft des Anführers der Ritter des Lichts wirklich so wichtig für seine Charakterisierung? Nö, sein Charakter wird durch andere Elemente klar genug. Soll ich beibehalten, dass zu Anfang die Fiedel meines Protas in den Fluss fällt? Ja, weil die Fiedel später noch als Symbol wichtig wird. usw.)</li><li><strong>Inhaltswiederholungen</strong>. Die sind leider oft schwer zu finden. Ich versuche möglichst bei jedem Satz zu prüfen: Bringt der etwas Neues oder war genau das schon mal dran? Natürlich sind manchmal inhaltliche Wiederholungen auch wichtig, damit die Leser*innen nicht vergessen, was noch mal Sache war.</li><li><strong>Beschreibungen</strong>, wenn sie länger als wenige Sätze sind. Natürlich sind sie bedeutsam für die Atmosphäre einer Geschichte. Beim Kürzen versuche ich, 2 &#8211; 3 besonders wichtige Elemente aus der Gesamtbeschreibung herauszuziehen und aus ihnen eine neue Beschreibung zu machen – meist wesentlich kürzer als die alte und trotzdem so, dass nichts Bedeutendes verloren geht.</li></ul>



<p>Neben diesem Ansatz verfolge ich noch einen zweiten: Kein Satz, möglichst kein Wort im Text soll überflüssig sein. Natürlich bin ich weit davon entfernt, das jemals zu erreichen! Aber was ist dann eigentlich nicht überflüssig? Kann man nicht einfach gleich auf den ganzen Roman verzichten? 😉<br>Überflüssig ist für mich Text dann nicht, wenn er a) für den Plot und/oder b) für die Charakterisierung von Figuren und/oder c) für die Atmosphäre der Geschichte wichtig ist. Dabei halte ich den Plot für wichtiger als die Charakterisierung und die für wichtiger als die Atmosphäre. Ich sehe mir also an, ob das Textstück, das ich streichen möchte, für einen der drei Aspekte relevant ist. Wenn ja, darf es bleiben.<br>Inhaltliche Kürzungen fallen bei mir oft umfangreich aus. Ganze Szenen und Kapitel sind schon rausgeflogen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kill your darlings?</h2>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/angel-1026438_1280-1024x682.jpg" alt="gebrochener Engelsflügel und Grabstein (Symbolbild)" class="wp-image-2701" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/angel-1026438_1280-1024x682.jpg 1024w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/angel-1026438_1280-300x200.jpg 300w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/angel-1026438_1280-768x512.jpg 768w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/angel-1026438_1280-650x433.jpg 650w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/angel-1026438_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Sollen deine Lieblinge wirklich sterben?!</figcaption></figure></div>



<p>Wer schon einmal auf diesen verbreiteten Schreibtipp gestoßen ist, hat sich vielleicht gefragt: Was soll das denn? Warum soll ich ausgerechnet das in meinem Text streichen, was mir am besten gefällt? Das ist natürlich nicht gemeint, sondern: Es gibt häufig Szenen, Ideen, Figuren, Formulierungen, die einem selbst vielleicht gefallen, aber für den Plot oder andere Aspekte des Romans irrelevant sind. Manchmal stammen sie noch aus dem Anfang des Schreibprozesses, aber der Roman hat sich inzwischen in eine andere Richtung entwickelt. Sie zu streichen, kann den Text straffen und ist daher empfehlenswert. Und nichts ist jemals umsonst geschrieben: Ich bewahre solche gestrichenen »Perlen« in einer Extra-Datei auf, die ich »Ausschuss« nenne. Vielleicht kann ich sie später in einem anderen Kontext oder in einer anderen Geschichte noch einmal verwenden.<br>Epische Erzählweise hat ihre Berechtigung, und meine Romane z. B. bleiben episch, selbst wenn meine Lieblinge manchmal sterben müssen. 😉 Was gestrichen werden kann, ohne dass jemand es vermisst, ist wohl wirklich überflüssig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stilistisch kürzen</h2>



<p>Hier empfehle ich das folgende Buch: Stein, Sol: Über das Schreiben, Berlin (2)2015. Es enthält ein wunderbares Kapitel über stilistisches Kürzen, das hilft, jedes überflüssige Wort aufzuspüren.<br>Als da z. B. wären:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Nichtssagende, ausgelutschte Adjektive, Adverbien und sonstige Formulierungen. Adjektive sind nicht generell überflüssig, wie ein Schreib-Trend vor einigen Jahren verkündete, aber manche haben so gut wie keine inhaltlichen Mehrwert.<ul><li><em>Sie betrat die große Säulenhalle. </em>(Säulenhallen sind selten klein, und gibt es vielleicht ein Adjektiv, das den Ort besser beschreibt?)</li><li><em>Mit seinem Finger blätterte er eine Seite des Buches um. </em>(Wie denn sonst, mit der Nase? Außerdem befinden sich Seiten meistens in Büchern; wenn man weiß, dass er ein Buch hat, kann man auch das weglassen.)</li><li><em>Das Ungeheuer bleckte die rasiermesserscharfen Zähne.</em> (Schon mal eine Rasur mit diesen Zähnen versucht? Außerdem ist diese Formulierung sehr ausgelutscht. Weg damit.)</li><li>usw.</li></ul></li><li>Füllwörter. Das Schreibprogramm Papyrus Autor hat eine Stilkorrektur-Funktion, die Füllwörter aufspürt. Sehr praktisch! Sie zeigt aber auch, dass längst nicht jedes Füllwort überflüssig ist.Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, wieviel »Wortmüll« auch nach dem Aufräumen oft noch in meinem Text ist.</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Kürzere Texte = weniger komplexe Texte?</h2>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-1024x768.jpg" alt="&quot;Blutende&quot; Geschichte (Symbolbild)" class="wp-image-2682" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-1024x768.jpg 1024w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-300x225.jpg 300w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-768x576.jpg 768w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-650x488.jpg 650w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-261x196.jpg 261w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-540x406.jpg 540w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2021/02/ACS_0370-1320x990.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>»Blutet« eine Geschichte beim Kürzen?</figcaption></figure></div>



<p>Vielleicht fragt ihr: Aber wenn du deinen Text kürzt, gehen dann nicht die ganzen schönen Details verloren? Wird der Text nicht platt und eindimensional? Ist der Text nicht vielfältiger, wenn er länger ist, und dadurch auch anspruchsvoller und besser? »Blutet« er nicht?<br>Nein.<br>Bücher bilden nicht die Realität ab (und die ist wahrhaftig unüberschaubar komplex), sie reduzieren. Das ist auch gut und richtig so. Komplexität und Anspruch liegen im Inhalt, nicht in der Länge eines Romans. Zu kürzen bedeutet nicht, die Komplexität und den Anspruch zu reduzieren, sondern im Gegenteil, die Aspekte, die den Roman komplex und anspruchsvoll machen, deutlicher herauszuarbeiten, damit sie nicht im Gelaber ringsum untergehen. Wenn der Plot komplex ist, bleibt der Roman es auch nach dem Kürzen. Außerdem sind komplexere und anspruchsvollere Texte oft auch beim Lesen schwerer zugänglich. Deshalb halte ich es für besonders wichtig, dass sie die Leser*innen nicht verwirren, indem sie jede Menge überflüssige Elemente enthalten. Ich möchte, dass meine Romane angenehm zu lesen sind, selbst wenn es darin vielleicht inhaltlich manchmal ans Eingemachte geht. Ist der Text gekürzt, ist er straffer, knackiger, aber auch: besser strukturiert, übersichtlicher, mit dynamischeren Szenen und Konflikten, die stärker auf den Punkt gebracht sind. Es ist ein Text, der beim Lesen mehr Spaß macht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Textbeispiel</h2>



<p>[su_expand more_text=&#8220;- Mehr anzeigen -&#8220; less_text=&#8220;- Weniger anzeigen -&#8220; height=&#8220;0&#8243; hide_less=&#8220;no&#8220; text_color=&#8220;#default&#8220; link_color=&#8220;#default&#8220; link_style=&#8220;default&#8220; link_align=&#8220;left&#8220; more_icon=&#8220;&#8220; less_icon=&#8220;&#8220; class=&#8220;&#8220;]</p>



<p>Der folgende Text stammt aus meinem Dark-Fantasy-Roman »Nebelritter«. Die Passage ist sicher generell nicht meine beste, denn sie dient vor allem der Überleitung zwischen zwei Szenen und der Übermittlung von Informationen (das muss auch mal sein). Man sieht hier aber ganz gut, wo und wie ich gekürzt habe:</p>



<p>Alter Text:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Selbst der Sommerhimmel über der Heiligen Stadt war trüb. Ein ferner, klebriger Nebel hing über dem Großen Dom, trotzdem brütete die Luft Schwüle. Tibault schwitzte unter seiner Rüstung, während er Vater Benoît durch die mit Girlanden und Fähnchen geschmückten Straßen folgte. (Anmerkung: Hier ist Gelegenheit, die neue Rüstung der Schattenlöwen ggf. genauer zu beschreiben.)<br>Es war lange her, dass Benoît ihn aus der Grube aufgelesen hatte. Seitdem hatte er sich jeden Tag unter den wachsamen Augen des Priesters im Kampf geübt; zuerst mit Holzstöcken, dann mit scharfen Klingen. Unzählige Male war er vor Erschöpfung zusammengebrochen oder hatte sich übergeben, bis sein Körper schließlich selbst zur Klinge wurde. Unnachgiebig, erbarmungslos.<br>Inzwischen verstand er sich darauf, zwei der leicht gebogenen Schwerter zugleich zu führen, mit denen die Schattenlöwen ausgestattet waren. Er war ein vollwertiges Mitglied des Ordens, kein wehrloses Kind mehr. Dennoch erfüllte ihn der Anblick des Doms mit hilfloser Ehrfurcht wie beim ersten Mal, als er die Brücke überquert hatte. Er war froh, dass sich wie damals Vater Benoît an seiner Seite befand.<br>Heute war der Tag der Wunder, eins der höchsten Feste der Kirche in der Heiligen Stadt. Der Dombezirk wurde für alle geöffnet. An diesem Tag trat der Erzbischof persönlich vor das Volk und wirkte seinen Segen. Tibault hatte gehört, er könne Wunden und Krankheiten heilen, ja sogar Tote wieder zum Leben erwecken. Gesehen hatte er es noch nicht. Als Fetzenseele blieb ihm der Zugang zum Großen Dom gewöhnlich verwehrt, zumindest solange dort Gottesdienste und andere Feierlichkeiten stattfanden. Nur nachts durfte er dort hin und wieder die Beichte ablegen. Doch nicht der Gedanke an ein bevorstehendes Wunder ließ Tibaults Herz schmerzhaft heftig klopfen. Heute war der Tag, an dem er sich beweisen durfte – beweisen musste. Der einzige Tag, der ihm blieb, um Vater Benoît – um der Welt zu zeigen, dass er, die Fetzenseele, das Recht hatte, unter all den anderen vollständigen Seelen überhaupt zu existieren.</p><cite><em>Nebelritter, Rohfassung</em></cite></blockquote>



<p>Was für ein Geschwafel!<br>Die Leser*<em>i</em>nnen sollen in dieser Szene vor allem folgende Informationen erhalten: a) Seitdem sie meinem Protagonisten Tibault zum letzten Mal begegnet sind, ist einige Zeit vergangen: Inzwischen ist er ein Ritter geworden. b) Heute ist ein Feiertag, an dem der Erzbischof Kranke heilt. c) Außerdem ist der Tag für Tibault wichtig, weil er sich beweisen muss. </p>



<p>Beim Kürzen habe ich alle irrelevanten Aspekte einfach herausgenommen, vor allem aber die Rückblende, die ohnehin nur Behauptungen aufstellt, anstatt wirklich etwas zu »zeigen«. Dass Tibault Rüstung und Schwerter trägt, sagt genug über seinen Status aus. Die Leser*innen werden ihn später noch beim Kämpfen erleben. Unwichtig ist auch, wer den Dom betreten darf oder wann Tibault schon dort war.</p>



<p>Neuer Text:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der Sommerhimmel der Heiligen Stadt war trüb. Ein ferner, klebriger Nebel hing über dem Großen Dom, die Luft brütete Schwüle. Tibault schwitzte unter seiner Rüstung und dem dunkelgrauen Umhang mit Kapuze, während er Vater Benoît durch die mit Girlanden und Fähnchen geschmückten Straßen folgte. Die Menschen, an denen er sich vorbeidrängte, blickten mit Misstrauen und Angst auf die beiden Schwerter, die er am Gürtel trug.<br>Heute war der Tag der Wunder, das höchste Fest in der Heiligen Stadt. An diesem Tag trat der Erzbischof persönlich vor das Volk. Tibault hatte gehört, er könne Verletzungen und Krankheiten heilen, ja sogar Tote wieder zum Leben erwecken. Doch nicht der Gedanke an ein bevorstehendes Wunder ließ sein Herz schneller klopfen. Heute musste er sich als Krieger der Schattenlöwen vor dem Erzbischof beweisen. Er musste Vater Benoît und der Welt zeigen, dass er, die Fetzenseele, das Recht hatte, unter all den vollständigen Seelen überhaupt zu existieren.</p><cite><em>Nebelritter, überarbeitete Rohfassung</em></cite></blockquote>



<p>[/su_expand]</p>



<p>Wie stehst du zu dem Thema? Wann ist ein Roman für dich zu lang? Wann zu kurz? Und hast du einen tollen Tipp fürs Kürzen?</p>



<p>Deine Kaja</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-background has-cyan-bluish-gray-background-color has-cyan-bluish-gray-color is-style-dots"/>



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		<title>2020 – Neue Träume, alte Ziele</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2020 06:25:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein Jahr! Kaum jemand wird wohl nicht erleichtert sein, dass es zu Ende ist, und hoffen, dass 2021 besser läuft. Ich hoffe, ihr seid alle einigermaßen erträglich durch dieses Jahr gekommen. Ich bin durch 2020 geschwommen wie ein Korken auf einer Pfütze und weiß, dass ich damit großes Glück hatte. Was mich getragen [&#8230;]]]></description>
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<p>Was für ein Jahr! Kaum jemand wird wohl nicht erleichtert sein, dass es zu Ende ist, und hoffen, dass 2021 besser läuft. Ich hoffe, ihr seid alle einigermaßen erträglich durch dieses Jahr gekommen.</p>



<p>Ich bin durch 2020 geschwommen wie ein Korken auf einer Pfütze und weiß, dass ich damit großes Glück hatte. Was mich getragen hat: das Schreiben, alte und neue Freundschaften und mir darüber bewusst zu werden, was ich im Leben will.</p>



<p>In diesem Jahr habe ich endlich den Mut gefunden, alte Träume aufzugeben – der wichtigste Schritt, um neue Träume aufzubauen. Schreiben war für mich immer extrem wichtig. Nicht umsonst arbeite ich seit über 20 Jahren jeden einzelnen Tag an meinen Romanen. Aber  ich möchte nicht für die Schublade schreiben, sondern meine Geschichten mit der Welt teilen. Dass das nicht immer leicht ist, habe ich in der Vergangenheit oft erfahren und war deswegen häufig frustriert. Selfpublishing konnte ich mir trotzdem nie vorstellen. Das hat sich in diesem Jahr geändert. Und obwohl ich kurz davor stand, meinen Dark-Fantasy-Roman <em>Dornenritter</em> (Arbeitstitel <em>Ritter und Henker</em>) selbst zu veröffentlichen, habe ich dann doch noch einen Verlag für ihn gefunden. Er wird voraussichtlich Ende des nächsten Jahres erscheinen. Das freut mich natürlich sehr, und ich werde euch hier über alles auf dem Laufenden halten. </p>



<p>Eins nehme ich aus 2020 mit: Es nützt nichts, darauf zu warten, dass andere einem dabei helfen, den eigenen Traum zu leben. Vielleicht wird es passieren, und dann ist es großartig. Wenn aber nicht, muss man sich eben selbst für das einsetzen, was einem wichtig ist. Daher ist mein Vorsatz für das neue Jahr und alle, die noch folgen: Ich will und werde weiter die Geschichten schreiben, die ich liebe, und sie mit den Menschen teilen, die sie auch lieben.</p>



<p>Zu diesem Zweck habe ich auch angefangen, mich mehr in den Social Media einzubringen – vor allem auf <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.instagram.com/kaja_evert_autorin/" target="_blank">Instagram</a> – und freue mich sehr über das Interessse an meinen Projekten, das ich dort erfahren habe. Es macht mir viel Spaß, aktiv zu sein und mich auszutauschen. Auch im nächsten Jahr werdet ihr dort sicher noch einiges von mir hören.</p>



<p>Besonders habe ich mich in diesem Jahr auch über den Austausch mit anderen Autor*innen gefreut, darunter Tasha Winter (<a rel="noreferrer noopener" href="https://aufanderenseiten.blog/" target="_blank">Website</a>), mit der ich an einem Gemeinschaftsprojekt schreibe. Was für ein Spaß! Ich freue mich schon sehr darauf, die Story im nächsten Jahr fortzusetzen.</p>



<p>Was meine eigenen Projekte betrifft: 2020 habe ich die Rohfassung meines düsteren Fantasyromans <em>Nebelritter</em> fertiggestellt, dem Nachfolgeroman von <em>Dornenritter</em> (die Romane lassen sich unabhängig voneinander lesen). Beide Romane erzählen eine epische Dark-Fantasy-Geschichte, enthalten aber auch Elemente einer Gay Romance. <em>Nebelritter</em> ist wieder mal ein ziemlich dicker Schinken geworden, und ich werde ihn im nächsten Jahr als Erstes überarbeiten. Was ich sonst plane: neue Romane, natürlich, und vielleicht sogar die Veröffentlichung eines eigenen Spiels. Viel kann ich noch nicht verraten, aber: Es geht ums antike Rom.</p>



<p>Durch das Home Office war ich in diesem Jahr beim Schreiben flexibler. Weil der Weg zur Arbeit wegfiel, konnte ich morgens mehr Sport machen und dabei über meine Geschichten nachdenken. Trotzdem bin ich sehr froh, wenn ich hoffentlich im nächsten Jahr wieder ins Büro fahren kann. Home Office hat seine Vorteile, aber in einer Ein-Zimmer-Wohnung ist es auf Dauer kein großer Spaß.</p>



<p>Ich wünsche euch allen einen guten Start ins nächste Jahr. Wir sehen uns 2021. </p>



<p>eure Kaja</p>



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		<title>Kampf-Grundlagen für Fantasyromane</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2020 09:13:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dornenritter]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Ritter]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
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		<category><![CDATA[ritter]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Blogartikel-Reihe entstand in Zusammenarbeit mit Matthias »Howauchever« (so zu finden in den Social Media), der seit vielen Jahren Schwertkampf bei Larp-Turnieren betreibt und außerdem in seiner Freizeit unserer Rollenspielgruppe als respektabler und auf Krawall gebürsteter Zwergenkleriker zur Seite steht. 😉 Mein persönliches Wissen über Kämpfe beschränkt sich dagegen vor allem auf das Spielen von [&#8230;]]]></description>
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<p><em>Diese Blogartikel-Reihe entstand in Zusammenarbeit mit Matthias »Howauchever« (so zu finden in den Social Media), der seit vielen Jahren Schwertkampf bei Larp-Turnieren betreibt und außerdem in seiner Freizeit unserer Rollenspielgruppe als respektabler und auf Krawall gebürsteter Zwergenkleriker zur Seite steht. 😉 Mein persönliches Wissen über Kämpfe beschränkt sich dagegen vor allem auf das Spielen von Dark Souls u. ä., was mich aber trotzdem nicht davon abhält, Fantasyromane über Ritter zu schreiben. Um den größten Murks zu vermeiden, habe ich Matthias gebeten, mir ein paar Basics des europäisch-mittelalterlichen Kampfes zu erklären, wozu er freundlicherweise bereit war. Hier teile ich seine Informationen mit euch (ok, ein wenig Recherche meinerseits ist auch dabei). Ich hoffe, es hilft euch bei euren eigenen Geschichten weiter.<br>Vielen Dank, Matthias!</em></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum du kämpfst, zeigt, wer du bist</h2>



<p>Der japanische Schwertkämpfer Miyamoto Musashi zog Ende des 16. Jahrhunderts in seiner Heimat umher, kämpfte in mehreren Kriegen, forderte zahlreiche Gegner zum Duell und tötete sie. Warum tat er das? Zwangen ihn seine Ehre und gesellschaftliche Verpflichtungen? Hatte er Spaß am Kämpfen und Töten? Wollte er sich beweisen? Offenbar war er ein Mann mit vielen Talenten und hätte theoretisch auch einen anderen Lebensweg einschlagen können. Was sagt das über ihn aus? Wie würdest du ihm begegnen – mit Respekt, mit Misstrauen, mit Entsetzen?<br>Musashis Leben ist längst eine Legende, die Wahrheit über ihn kennen wir nicht. Als Autor*innen haben wir aber alle Möglichkeiten, eine eigene Wahrheit über unsere Figuren zu erschaffen. Bevor gekämpft wird, stellt sich die Frage: Wie ist die Figur in diese Situation hineingeraten? Hat sie sich selbst für diesen Weg entschieden, oder zwingen sie äußere Umstände? Ist sie zufrieden mit der Situation, oder hadert sie damit, jemandem im Gefecht auf Leben und Tod gegenüber zu stehen? Diese Fragen sind wichtig. Sie bestimmen, wie die Figur beim Lesen wahrgenommen wird. Eine Figur, die aus nachvollziehbaren (nicht unbedingt »guten«) Gründen zur Waffe greift, wird eher Sympathien wecken als eine, die einfach nur Spaß am Kampf hat. Hier besteht die Chance für differenzierte oder einfache Charakterisierungen, für Zuneigung oder Abscheu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer gewinnen will, will überleben</h2>



<p>Hat der Kampf erst einmal angefangen, wird wahrscheinlich nur ein*e Gegner*in überleben. Das heißt: Beide werden alles geben, damit sie es sind. Sie werden all ihr Können und ihre Erfahrung einsetzen, die Stärke ihrer Waffen, die Besonderheiten der Umgebung. Letzten Endes gibt es keinen »ehrenhaften Kampf«, genau so, wie es keine »schmutzigen Tricks« gibt. Alles zielt darauf, den*die Gegner*in im wahrsten Sinn des Worts außer Gefecht zu setzen, gleichgültig wie. Dazu dient die Ausbildung, dazu sind die Waffen geschmiedet. Eine solche Situation lässt sich nur noch mit größer Mühe friedlich oder schön auflösen (oder wie Matthias es ausdrückt »Nett kann man sein, wenn man wieder zu Hause ist«). Wenn wir als Autor*innen die Rollen von Gut und Böse festlegen wollen, sollten wir es daher vor dem Kampf tun. Von ganz allein wird dann alles, was die Figuren während des Kampfes tun, wie ein schurkischer Zug oder ein tollkühnes Manöver wirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reale Gegner haben keine Hitpoints</h2>



<p>Wir kennen es aus Computerspielen: Nachdem wir mindestens zweihundert Mal auf das Monster eingeschlagen haben, sinkt seine Hitpoint-Leiste allmählich in Richtung Null. Ganz anders bei realen Kämpfen: Hier reicht ein Treffer gewöhnlich aus, um zu siegen. Ein einziger Schwerthieb, der die Rüstung durchdringt, schlägt tiefe Wunden oder, die noch unangenehmere Variante, trennt Gliedmaßen ab. Wer so schwer verletzt oder verstümmelt wurde, hat keine Chance mehr. Das Problem besteht darin, diesen entscheidenden Treffer als erste*r zu landen. Wenn es für beide schlecht läuft, können sie sich auch zeitgleich gegenseitig erledigen.<br>Daher enden die meisten Zweikämpfe sehr schnell. Schon die ersten Sekunden können entscheidend sein. Falls es doch länger dauert: Nach maximal fünf Minuten ist endgültig Schluss. Länger kann ein so aufreibender körperlicher Einsatz nicht durchgehalten werden. Diese Zeit dürfte den Kämpfenden aber auch wie eine halbe Ewigkeit vorkommen. (Na, wer hat schon mal zwanzig Minuten und länger gegen einen Bossgegner beim Gaming gekämpft? Hand hoch!)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Training macht den Unterschied</h2>



<p>Wer wie ich gern japanische Animes schaut, lernt dort immer wieder, wie bedeutend viel regelmäßiges Training ist, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. In europäischen Settings, Fantasy oder nicht, spielt dieser Aspekt oft keine so große Rolle. Sollte er aber! Wenn ich als Autorin meine Ritterin zum ersten Mal in den Kampf schicke, hat sie mindestens sechs Jahre tägliches Training hinter sich. (Selbst »Hobby«-Kämpfer wie Matthias üben jeden Tag mindestens 15 Minuten). Besonders wichtig sind dabei die Grundschläge (Angriffe auf verschiedene Körperstellen), die der Ritterin in Fleisch und Blut übergehen müssen. Wenn sie sich einem Gegner gegenüber sieht, darf sie nicht erst überlegen, wo sie angreifen will und was sie dafür tun muss. Sobald es eine Blöße gibt, muss sie die Gelegenheit sofort nutzen können.<br>Zudem hilfreich zu wissen: Auch wenn meine Ritterin eine Plattenrüstung trägt, wird sie dadurch in ihrer Gewandtheit kaum eingeschränkt, weil sie durch das lange Training an das Gewicht der Rüstung gewöhnt ist. Durch ihre Ausbildung ist sie im Kampf sehr flexibel und kann sich einer neuen Situation rasch anpassen. Sie beherrscht unterschiedliche Arten von Waffen und kann in jeder Hand eine Waffe führen. Das ist wichtig, falls sie ihre bevorzugte Hand nicht mehr benutzen kann. Alternativ kann sie zwischen dem Kampf mit zwei Waffen und dem mit einer Waffe und dem Schild wechseln. Außerdem ist sie im unbewaffneten Kampf ausgebildet und beherrscht das Boxen und Ringen. Leg dich besser nicht mit ihr in einer Kneipenschlägerei an!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein erstes Fazit</h2>



<p>Was ich daraus als Autorin für mich mitgenommen habe:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Ich überlege mir gut, warum und wie meine Figuren in Kämpfe hineingeraten. Das ist wichtig für ihre Charakterisierung. Ihr Hintergrund spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle.</li><li>Jemanden durch »fiese Tricks« im Kampf als negative Figur charakterisieren zu wollen, ist dagegen nicht sinnvoll, da Kämpfen grundsätzlich »fies« ist.</li><li>Man muss eine*n Gegner*in nicht mehrfach treffen, um ihn zu besiegen (riesige Monster vielleicht ausgenommen). 😉</li><li>Der bisherige Alltag meiner Figuren bestand vermutlich zum großen Teil aus Training.</li><li>Sie sind durch ihr Training schneller und flexibler, als ich bisher angenommen hatte. Den Kampf mit zwei Waffen zu beherrschen, ist nichts Besonderes und kennzeichnet keine übermäßig coole Figur. 😉</li></ul>



<p>Das erst einmal zu den Grundlagen der Grundlagen. Beim nächsten Mal geht es weiter mit etwas genaueren Beschreibungen von Kampftaktiken und dem Kampf mit unterschiedlichen Arten von Waffen.<br>Wusstet ihr all das schon oder ist etwas davon neu für euch? Hilft es euch weiter? Ich freue mich über eure Rückmeldungen!</p>



<p>Eure Kaja</p>



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		<title>Schreibrückblick Juni 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2020 05:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dunkle Ritter]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelritter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibupdate]]></category>
		<category><![CDATA[dark fantasy]]></category>
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		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
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					<description><![CDATA[Herrje, schon wieder ein Monat (so gut wie) vorbei?! Zeit für einen Schreibrückblick! Nebelritter: Langsamer Fortschritt, nebliger Plot Ehrlich gesagt: Mein hauptsächliches Ziel, mit meinem düsteren Fantasy-Roman &#8222;Nebelritter&#8220; voranzukommen, lief mies. Ich startete schon ungünstig mit einem Plotloch, und obwohl ich etwa eine Woche lang gut vorankam, stockte danach der Schreibfluss ziemlich. Das lag allerdings [&#8230;]]]></description>
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<p>Herrje, schon wieder ein Monat (so gut wie) vorbei?! Zeit für einen Schreibrückblick!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nebelritter: Langsamer Fortschritt, nebliger Plot</h2>



<p>Ehrlich gesagt: Mein hauptsächliches Ziel, mit meinem düsteren Fantasy-Roman &#8222;Nebelritter&#8220; voranzukommen, lief mies. Ich startete schon ungünstig mit einem Plotloch, und obwohl ich etwa eine Woche lang gut vorankam, stockte danach der Schreibfluss ziemlich. Das lag allerdings auch an vielen privaten Aktivitäten.</p>



<p>Trotzdem geht es auch mit diesem Roman vorwärts. Ich habe wichtige Verknüpfungen zwischen dem Anfang und dem angestrebten Ende des Romans ziehen können und auch Ideen entwickelt, die mit einem möglichen Prequel zusammehängen. Zuletzt habe ich einen umfangreichen Dialog beenden können, den Lucien, die eine Hauptfigur, mit dem Mentor der anderen Hauptfigur führt. Dieser Dialog ist absolut zentral und dermaßen vollgestopft mit Informationen, dass ich (gefühlt) zwei Wochen daran saß und (wahrscheinlich nicht nur gefühlt) die Hälfte später wieder streichen muss. Weiter geht es nun mit einem noch immer nebligen Plot … aber es geht, wie immer, weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Hauptfiguren – mehr Klarheit, mehr Konflikt</h2>



<p>Außerdem habe ich angefangen, die Darstellung der Hauptfiguren zu hinterfragen und teilweise zu überarbeiten. Einer der beiden Ritter, Tibault, kämpft aufgrund der ungünstigen Voraussetzungen, mit denen er ins Leben gestartet ist, häufig gegen seine dunkle Seite – wie mache ich deutlich, dass dieser Kampf nichts mit der vermuteten Herkunft eines seiner Elternteile aus den &#8222;Ketzerländern&#8220; zusammenhängt? Zudem gefiel mir das Verhältnis von ihm und Lucien zueinander nicht immer, was vor allem damit zu tun hat, dass Lucien ein so freundlicher, lieber Kerl ist. Tibault nicht! Zwischen ihnen müsste es viel mehr zu Konflikten kommen, erst recht, wenn sie sich nahe kommen. Darauf will ich verstärkt achten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinter den Kulissen: Autorenfotos, Buchcover</h2>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignleft size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="225" height="300" src="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2020/06/foto-01-Kopie-klein-225x300.jpg" alt="" class="wp-image-2542" srcset="https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2020/06/foto-01-Kopie-klein-225x300.jpg 225w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2020/06/foto-01-Kopie-klein-769x1024.jpg 769w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2020/06/foto-01-Kopie-klein-768x1022.jpg 768w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2020/06/foto-01-Kopie-klein-650x865.jpg 650w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2020/06/foto-01-Kopie-klein-300x399.jpg 300w, https://www.kaja-evert.de/wp-content/uploads/2020/06/foto-01-Kopie-klein.jpg 800w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></figure></div>



<p>Vielleicht ist es euch aufgefallen: Meine amateurhaft selbstgeknipsten Fotos sind verschwunden und haben professionellen Portraitaufnahmen Platz gemacht. Diese Bilder stammen von der Fotografin Monika Keichel &#8211; hat sie nicht großartige Arbeit geleistet? Ich kann sie gar nicht alle verwenden, daher zeige ich euch hier einfach noch mal eins mehr.</p>



<p>Außerdem hat mein bester Freund, der geniale Weltenbastler und Grafikdesigner Marc, erste Entwürfe für ein Cover der &#8222;Nebelritter&#8220; erstellt. (Besucht hier seine originelle Rollenspielwelt: <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.annor.de" target="_blank">Annor – Das Schwert von Esper!)</a> Leider kann ich es euch bisher noch nicht zeigen, und wir arbeiten auch noch an Details, aber: Es ist schon jetzt wunderschön und mysteriös. Ich hoffe, dass es euch später neugierig auf den Roman machen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Update der Homepage</h2>



<p>Vielleicht ist es euch aufgefallen: Meine Homepage ist mittlerweile ssl-verschlüsselt, wie es sich gehört. Ihr könnt hier also bedenkenlos eure Kommentare hinterlassen! 😉 Außerdem gibt es eine neue Kategorie: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.kaja-evert.de/in-planung/" target="_blank">In Planung.</a> Dort informiere ich über Projekte, die ich in Zukunft veröffentlichen möchte, und ihren aktuellen Stand. Im Augenblick gibt es dort Informationen über meine drei &#8222;Dunkle-Ritter-Romane&#8220;, von denen &#8222;Nebelritter&#8220; der zweite ist. Weitere Projekte kommen voraussichtlich nach und nach hinzu. Außerdem ist geplant, der Homepage ein neues Design zu geben, das noch besser zum Flair dieser Romane passt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Absatz, auf den ich stolz bin, und warum</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Die Heilige Stadt war voll von Kriegern, und Lucien hatte genügend Gespräche im Bett geführt, um einschätzen zu können, welche Narben eine gute Geschichte erzählten und welche nur von Schmerz.</p><cite><em>~ Nebelritter</em></cite></blockquote>



<p></p>



<p>Es ist nur ein kurzes Zitat, aber ich denke, es charakterisiert Lucien treffend – sein Leben, seine Erfahrungen, die Details, auf die er in seiner warmherzigen Art achtet. Und sicher genießt Lucien, diese Laberbacke, Gespräche im Bett (fehlt nur noch, dass er raucht). 😉</p>



<h2 class="wp-block-heading">So viele so coole Leute: Danke!</h2>



<p>Schreiben ist eine einsame Sache – in diesem Monat nicht. Mir haben extrem viele Menschen geholfen, Informationen mit mir geteilt, mich ermutigt. Marcs wunderbares Cover habe ich ja schon erwähnt. <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.anikabeer.de/" target="_blank">Anika</a>, Antonia und <a href="https://aufanderenseiten.blog/">Natascha</a> unterstützen mich ständig mit ihren Rückmeldungen und Kommentaren für die &#8222;Nebelritter&#8220;. Natascha und Victoria haben mich außerdem ermutigt, bei dem geplanten Folgeprojekt mutig zu sein und neue Themen auszuprobieren. Fabian hat mir beim Plotten geholfen und mir Zusammenhänge aufgezeigt, die ich selbst noch nicht erkannt hatte. Und Matthias hat mir eine theoretische Einführung in den historischen Schwertkampf gegeben und will freundlicherweise ein Auge auf meine Kampfszenen haben. Ich strebe für meine Ritterromane zwar keinen Realismus an, sondern eher eine an Filme oder Gaming angelehnte Coolness. Aber kein*e Leser*in mit Interesse für Ritter soll schreiend mit dem Kopf gegen die Wand laufen müssen beim Lesen meiner Kampfszenen. 😉 Kurz gesagt, ich bin wahnsinnig dankbar für die Unterstützung und freue mich, dass ich so viele so coole Menschen kenne.</p>



<p>Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls einen schönen Juni – und habt auch einen herrlichen, sonnigen Juli. Bleibt gesund und kreativ!</p>



<p>Eure Kaja</p>



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		<title>Schreibrückblick Mai 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2020 08:02:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dunkle Ritter]]></category>
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					<description><![CDATA[Mai 2020: alles andere als normal, obwohl das Unnormale allmählich schon zur neuen Normalität wird. Homeoffice lässt verblüffend wenig Zeit zum Schreiben. Wie geht es euch damit? Heute will ich jedenfalls einen Schreibrückblick auf den vergangenen Monat wagen. Ich möchte meinen Schreibprozess mit anderen Autor*innen da draußen und solchen, die es werden möchten, da draußen [&#8230;]]]></description>
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<p>Mai 2020: alles andere als normal, obwohl das Unnormale allmählich schon zur neuen Normalität wird. Homeoffice lässt verblüffend wenig Zeit zum Schreiben. Wie geht es euch damit? Heute will ich jedenfalls einen Schreibrückblick auf den vergangenen Monat wagen. Ich möchte meinen Schreibprozess mit anderen Autor*innen da draußen und solchen, die es werden möchten, da draußen teilen. Ziel ist, euch zu zeigen, dass ihr nicht die einzigen seid, die kämpfen – mit der aktuellen Situation, aber auch mit dem Schreiben selbst. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein aktuelles Projekt: Nebelritter</h2>



<p>Meinen ersten Dunkle-Ritter-Roman, &#8222;Ritter und Henker&#8220;, habe ich im Oktober 2019 abgeschlossen. Sein Nachfolger im Geiste war auch mein NaNo-Projekt 2019: Nebelritter. An diesem Projekt arbeite ich noch immer. Und es ist nicht leicht! Zum Inhalt:</p>



<p class="has-small-font-size"><em>Betritt niemals den Nebel allein! </em>Diese Regel lernen die Ritter der Heiligen Stadt als erste. Denn im Nebel außerhalb der Mauern, wohin die schützende Macht der Kirche nicht reicht, leben grauenvolle, unnatürliche Bestien, die nur in der Gruppe bezwungen werden können. <br>Zwei verschlägt es dennoch allein in den Nebel, den verschlossenen Tibault, der der ein düsteres Geheimnis verbirgt, und den quirligen Lucien, der seinen vermissten Freund und Waffenbruder sucht. Sie müssen zusammenhalten, um dem Nebel wieder zu entkommen. Aber können sie einander tatsächlich vertrauen? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Verknüpfen der Plotfäden</h2>



<p>Schon die ganzen letzten Monate schreibe ich an den &#8222;Nebelrittern&#8220;. Was von Januar bis April Sache war, bleibt bei diesem Beitrag außen vor. Im Mai bin ich mittlerweile am Ende von Akt drei von fünfen angekommen.  Lucien und Tibault befinden sich in einer verwunschenen Stadt, schlagen sich mit zwei &#8222;Bossgegnern&#8220; herum, und nun ist es Zeit für sie, diese Stadt wieder zu verlassen. Das bedeutete vor allem: Ich musste die vielen losen Plotfäden, die von Akt 2 noch herumflatterten, verweben und zu einem sinnvollen Abschluss bringen. Und, ich sag&#8217;s euch, jeder einzelne Plotfaden hat mir Kopfzerbrechen bereitet – magische Glocken, eine belebte Statue, Seelen-Manipulation, ein böser Kleriker, aber auch: Was ist mit der Fiedel, auf der Lucien gespielt hat, und dem Tanzlied, das er gesungen hat? Alles, was von Bedeutung war, muss wieder aufgegriffen werden – oder gestrichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Liebesszene unter Vorbehalt</h2>



<p>Nach den Kämpfen hatten sich meine Figuren eine Auszeit verdient, fand ich, und zwar in Form einer Liebesszene. Nur: gar nicht so einfach, wenn man so grob mit seinen Figuren umgeht wie ich. Außerdem erzählt diese Geschichte von einer schwierigen Liebe. &#8222;Krüppelseele&#8220; Tibault ist kaum in der Lage, seine eigenen Gefühle zu verstehen, geschweige denn, sie irgendwie in Handlung umzusetzen. Zum Glück hat er Lucien, der aber wiederum hat ein paar gebrochene Rippen. Liebesszenen zu schreiben, finde ich generell schwierig – und daher besonders reizvoll. Ich schreibe häufig von Hand vor, muss viele Formulierungen durchprobieren, um nicht abgedroschen zu schreiben. Zuletzt streiche ich dann doch oft das Meiste wieder. Und was von dieser Liebesszene übrig bleibt, wird die Zukunft zeigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Plotloch in den Juni</h2>



<p>Was mich im Juni erwartet, ist fast noch abenteuerlicher. Zwar weiß ich, was als Nächstes passieren wird – leider nicht genau, wie. Das ist ein Problem, das mich beim Schreiben oft verfolgt. Die Lösung heißt meistens: dranbleiben, dann zeigt sich irgendwann schon, wie sich die Handlung entwickelt. Und falls es nicht auf Anhieb gut klappt, wozu gibt es die Überarbeitung? Früher habe ich übrigens überhaupt nicht chronologisch geschrieben. Daher gab es auch keine Plotlöcher oder -Probleme. Damals habe ich einfach nur die Teile der Geschichte geschrieben, die mir einfielen, und die anderen weggelassen, bis sie mir einfielen. Auch dabei kam letzten Endes meistens etwas Sinnvolles heraus. Also werde ich nicht davor zurückschrecken, diese alte Technik wieder anzuwenden, wenn es nötig wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Absatz, auf den ich stolz bin, und warum</h2>



<p>Wie gesagt, mit Liebesszenen tue ich mich schwer. Ich finde es nicht leicht, die Balance zwischen einer Spur Romantik und Kitsch zu halten – und ich <em>hasse</em> Kitsch. In keiner Geschichte hat er etwas verloren, aber erst recht nicht in meinen ansonsten ziemlich düsteren Romanen! Mit diesem Absatz bin ich zufrieden, weil ich die Figuren endlich nach harten Kämpfen einander näher gebracht habe und mir die Formulierung sogar für meinen schwierigen Charakter Tibault passend zu sein scheint. 🙂</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>»Ich sollte längst wahnsinnig oder tot sein. Aber du warst da, und ich bin’s nicht.« Tibault kroch zu Lucien aufs Bett, zog die Beine an und lehnte für einen Moment den Kopf gegen seine Schulter. Noch immer jagte es ihm Angst ein, einer anderen Seele so nahe zu sein. Was, wenn ihn wieder diese Gier überkam? Lucien legte den Arm um ihn und zog ihn an sich. Er roch nach Blut und Schnee, aber sein Körper war tröstlich warm. Tibault schloss die Augen, spürte die Wärme, spürte sein Herz klopfen.<br>Luciens Hand zerzauste sein Haar und strich sacht seinen Hals hinab. Die Finger folgten den Narben, die die Peitsche hinterlassen hatte. Dann hielt er inne.<br>»Alles in Ordnung? Du zitterst.«</p><cite>~ Nebelritter</cite></blockquote>



<p>Wie war euer Schreibmonat Mai? </p>



<p>Ich wünsche euch einen sonnigen Juni! Lasst uns gemeinsam durchhalten.</p>



<p>Eure Kaja</p>



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      <label class="mailpoet_hp_email_label" style="display: none !important;">Bitte dieses Feld leer lassen<input type="email" name="data[email]"/></label><div class="mailpoet_paragraph "><label for="form_email_1" class="mailpoet_text_label"  data-automation-id="form_email_label" >Email <span class="mailpoet_required" aria-hidden="true">*</span></label><input type="email" autocomplete="email" class="mailpoet_text" id="form_email_1" name="data[form_field_YzIwMjJmMzM3MGU2X2VtYWls]" title="Email" value="" style="padding:5px;margin: 0 auto 0 0;" data-automation-id="form_email" data-parsley-errors-container=".mailpoet_error_xorts" data-parsley-required="true" required aria-required="true" data-parsley-minlength="6" data-parsley-maxlength="150" data-parsley-type-message="Dieser Wert sollte eine gültige E-Mail-Adresse sein." data-parsley-required-message="Dieses Feld wird benötigt."/><span class="mailpoet_error_xorts"></span></div>
<div class="mailpoet_paragraph "><fieldset><legend class="mailpoet_checkbox_label" >Bedingungen <span class="mailpoet_required" aria-hidden="true">*</span></legend><input type="hidden" value="1"  name="data[cf_1]" /><label class="mailpoet_checkbox_label" for="mailpoet_checkbox_17" ><input type="checkbox" class="mailpoet_checkbox" id="mailpoet_checkbox_17" name="data[cf_1]" value="1" data-parsley-errors-container=".mailpoet_error_fy0gh" data-parsley-required="true" required aria-required="true" data-parsley-required-message="Dieses Feld wird benötigt." data-parsley-group="custom_field_1" /> Ich stimme zu, dass meine Email zwecks Versand des Newsletters gespeichert wird</label></fieldset><span class="mailpoet_error_fy0gh"></span></div>
<div class="mailpoet_paragraph "><fieldset><input type="hidden" value="1"  name="data[cf_2]" /><label class="mailpoet_checkbox_label" for="mailpoet_checkbox_18" ><input type="checkbox" class="mailpoet_checkbox" id="mailpoet_checkbox_18" name="data[cf_2]" value="1" data-parsley-errors-container=".mailpoet_error_44b4g" data-parsley-required="true" required aria-required="true" data-parsley-required-message="Dieses Feld wird benötigt." data-parsley-group="custom_field_2" /> Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen</label></fieldset><span class="mailpoet_error_44b4g"></span></div>
<div class="mailpoet_paragraph " >Ich halte deine Daten privat und teile sie nur mit Dritten, die diesen Dienst ermöglichen. Um Näheres zu erfahren, lies bitte die Datenschutzerklärung.</div>
<div class="mailpoet_paragraph "><input type="submit" class="mailpoet_submit" value="Abonnieren!" data-automation-id="subscribe-submit-button" style="padding:5px;margin: 0 auto 0 0;border-color:transparent;" /><span class="mailpoet_form_loading"><span class="mailpoet_bounce1"></span><span class="mailpoet_bounce2"></span><span class="mailpoet_bounce3"></span></span></div>

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